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Die zukünftige Knappheit bei Kobalt ist real. Daran ändern offenbar weder Anstrengungen zum verstärkten Recycling wie jetzt von Samsung angekündigt, noch Anstrengungen, Kobaltanteile zunehmend durch Nickel zu ersetzen. (Wir berichteten.)

Die weltweit tätige Beratungsgruppe CRU, ein Spezialist für Industriemetalle seit 1969, rechnet damit, dass die Kobaltnachfrage allein für Elektromobilität von 12.000 Tonnen im Jahr 2017 auf 95.000 Tonnen im Jahr 2026 steigen könnte. Die weltweite Gesamtproduktion von Kobalt, das in erster Linie als Beiprodukt aus dem Kupfer- und Nickelbergbau stammt, liegt nach Angaben des US Geological Surveys aktuell bei 123.000 Tonnen pro Jahr. Der Kobaltpreis war schon im vergangenen Jahr aus Furcht vor Lieferengpässen um 129 Prozent auf 75.500 USD pro Tonne gestiegen. Seit Ende 2015 liegt der Anstieg sogar bei 230 Prozent.

Die massive Erhöhung von Steuern und Lizenzgebühren im Kongo, die dort vor erst wenigen Tagen beschlossen wurde, könnte den Kobaltpreis zu neuen Höchstpreisen führen. Der Kongo liefert derzeit mehr als die Hälfte des weltweiten Bedarfs an Kobalt. Manche betrachten den Kongo als das Saudi-Arabien für Kobalt. Zuletzt war bekannt geworden, dass viele Autounternehmen versuchen, langfristige Lieferzusagen für Kobalt zu sichern. BMW scheint dies einer Meldung vom Samstag vergangener Woche zufolge gelungen zu sein. VW war erst vor wenigen Monaten noch beim Versuch gescheitert, einen Liefervertrag mit Glencore festzumachen. Man darf aus dieser Ecke also noch weitere Nachrichten erwarten.

Selbstverständlich hat die Upstream-Industrie das Kobaltproblem längst erkannt. Allerdings hat China eindeutig die Nase vorn. Die Berater der CRU Group erwarten, dass chinesische Unternehmen demnächst 90 Prozent des Kobaltmarktes beherrschen könnten. Chinesische Firmen wie z.B. Ganfeng Lithium dominieren die Herstellung von Vorprodukten für Lithiumbatterien. Chinesische Firmen produzieren laut Zahlen der CRU Group rund 77 Prozent des Anteils an Kobaltchemie in Batterievorprodukten. Damit hätten chinesische Unternehmen ihre dominierende Rolle in der Wertschöpfungskette für Kobalt seit 2012 nochmals um 10 Prozent ausgeweitet, so die Experten von CRU.

Glencore PLS ist derzeit der weltgrößte Produzent von Kobalt. Das Unternehmen hat angekündigt, seine Produktion in den kommenden Jahren zu verdoppeln. Andere Mitspieler auf dem Markt sind China Molybdenum Co. oder Zhejjang Juaou Cobalt Co.

Am Ende könnte der Mineninvestor Robert Friedland recht behalten. Er bezeichnete Kobalt und die Batteriemetalle als „Miners Revenge“, als Rache des Bergbaus insbesondere wegen versäumter Investitionen. Immerhin bildet sich an der Börse ein wachsender Markt für Kobaltunternehmen, meist Explorationsunternehmen. Nur ganz wenige wie Unternehmen wie e-Cobalt Solutions (TSXV: ECS) haben Chancen, in absehbarer Zeit zu produzieren. Indessen wächst die Liste ernstzunehmender Explorer. Jüngst ist M2 Cobalt (TSXV: MC) mit einem Kobaltprojekt in Uganda an die Börse gegangen. Ebenfalls interessant erscheint uns Explorex Resources (CSE: EX), die Gangfeng Lithium als Großaktionär gewonnen haben. Erst heute hat Explorex bekannt gegeben, dass sich das Unternehmen Schürfrechte im Norden von New Brunswick sichern möchte. Eine entsprechende Absichtserklärung zum Erwerb von 75 Prozent an dem 4.300 Hektar großen Kobaltprojekt Kagoot Brook wurde jetzt unterzeichnet. In Sedimentproben wurden dort in Flusssedimenten hohe Kobaltwerte von bis zu 0,6 Prozent gefunden. Bohrungen haben auf dem Gebiet allerdings noch nie stattgefunden.

Das Projekt umfasst sieben Schürfrechte mit einer Größe von insgesamt 4.233 Hektar im Norden von New Brunswick, 85 Kilometer südwestlich von Bathurst, entlang des südwestlichen Randes des berühmten Abbaugebiets Bathurst. Brunswick Mining führte ab 1984 umfassende Bodenprobennahmen sowie magnetische Untersuchungen durch. Im Rahmen kürzlich durchgeführter regionaler geophysikalischer Untersuchungen wurde das geologische Umfeld besser definiert und weitere interessante Gebiete angepeilt. Im Konzessionsgebiet sind keine Quellen der geochemischen Anomalien bekannt und es wurden auch niemals Bohrungen durchgeführt. Explorex plant, vor weiteren geophysikalischen Untersuchungen und einem möglichen Grabungsprogramm im Jahr 2018 eine umfassende Datenerfassung sowie eine Feldausrichtung durchzuführen.

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