Die Edelmetalle haben zwei starke Monate hinter sich gebracht und konnten die ersten Zielmarken erreichen. Auf den Tagescharts haben sich nun aber klare Verkaufssignale ergeben, so dass zunächst mit tieferen Kursen zu rechnen ist. Dabei könnten der Goldpreis in Richtung 1.300 USD und Silber bis ca. 17,00 USD zurücksetzen. Ganz kurzfristig ist die Lage aber schon wieder überverkauft. Daher sind zwischenzeitliche Erholungen sehr wahrscheinlich. Um aber die Marken von 1.355 USD bzw. 18,20 USD zu überwinden, bedarf es zuvor wohl noch tiefere Kurse.

Zum Wochenauftakt konnte der Goldpreis endlich die Marke von 1.300 USD überspringen. Es folgte eine durch Stopp-Loss und prozyklische Kauforders erzwungen kurzfristige Übertreibung bis auf 1.325 USD. Damit marschiert der Goldpreis trotz aller immer wieder auftretenden Irrungen und Wirrungen weiter nach Fahrplan und hat nun gute Chancen auch die Marke von 1.350 USD sowie eventuell sogar 1.375 USD in den kommenden Wochen zu erreichen.

Wie vermutet konnte sich der Goldpreis dynamisch erholen und hat mittlerweile auch die sechsjährige Abwärtstrendlinie endlich überwunden. Damit ist der erste Schritt in Richtung meines bullischen Szenarios mit Goldpreisen um 1.500 USD bis zum nächsten Frühjahr getan. Angesichts der bullisch eingebetteten Stochastik dürfte die Rally auch kurzfristig noch weiterlaufen. Im Bereich um 1.295 – 1.310 USD muss dann aber mit einem Rücksetzer gerechnet werden, welcher in den kommenden Wochen nochmals eine gute Kaufgelegenheit im Bereich um 1.250 USD oder etwas tiefer ergeben könnte.

Tatsächlich kam es in den vergangenen drei Monaten wie erwartet zu einer deutlichen Korrektur im Edelmetallsektor. Dabei geriet insbesondere der Silberpreis massiv unter Druck. Dass hier die bereits seit dem Sommer 2016 laufende Korrektur mit einem brutalen Flash Crash beendet werden würde, konnte natürlich niemand vorhersehen. Rückblickend ist dieser Crash aber wohl ein klares Zeichen der finalen Kapitulation und dürfte den Silbermarkt vollständig bereinigt haben.

Nachdem die Minenaktien bereits seit Ende Februar korrigieren und der Silberpreis Anfang Juni nur noch ein tieferes Hoch zustande brachte, ist jetzt auch der Goldpreis deutlich unter Druck geraten. Seit dem Doppeltop bei 1.295 USD läuft die Abwärtswelle bereits in der fünften Woche und sorgte am Montag für eine Beschleunigung nach unten.

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