Mittwoch, 08.02.2012

Kurz & bündig - Endeavour Silver
‘2010 wird ein sehr aktives Jahr für Endeavour!’

Im vergangenen Jahr konnte der Kurs des kanadischen Silberproduzenten Endeavour Silver (WKN A0DJ0N) um mehr als 200 Prozent zulegen. Auch 2010 sollte spannend und erfolgreich werden, da das Unternehmen große Pläne hat.

Hugh Clarke, VP Corporate Communications

Hugh Clarke, VP Corporate Communications

Wir sprachen exklusiv mit Hugh Clarke, Vice President für Unternehmenskommunikation bei Endeavour.

GI: Endeavour hatte ein hervorragendes Jahr 2009, sowohl was den Aktienkurs, als auch was die Unternehmensentwicklung betraf. Was sind jetzt die Planungen für 2010 und was können Investoren in den nächsten drei und sechs Monaten an Entwicklungen erwarten?

EDR: 2010 wird für uns ein äußerst aktives Jahr. Anleger sollten nach anhaltenden Produktionssteigerungen Ausschau halten, da wir weitere Vorkommen in den Minenplan aufnehmen und in Produktion bringen werden. Exploration und Bohrungen werden geradezu hektisch aktiv sein, da wir für das laufende Jahr ein sehr aggressives Programm aufgelegt haben. Schon jetzt sind sieben Bohrtürme im EInsatz. Zudem werden wir unsere Minenentwicklungsprogramme sowie die Erweiterung und Verbesserung der Anlagen fortführen und das Minenequipment aktualisieren und ergänzen.

Außerdem ist ein weiteres Absinken der Cashkosten pro Unze zu erwarten. Die letzte Zahl die wir gemeldet haben, stammt vom 30. September als wir im dritten Quartal Cashkosten von 5,20 USD pro Unzen hatten. Die vollständigen Details unserer Produktionsziele und unseres Budgets für 2010 werden wir in der ersten Februarwoche bekannt geben. Die geprüften Zahlen, darunter auch neue NI 43-101 konforme Reserven- und Ressourcendaten werden um den 23. März herum gemeldet. Darüber hinaus sind in diesem Jahr für das Unternehmen Akquisitionen, sowohl kleinere, als auch größere, eine Top-Priorität für Endeavour. Mit anderen Worten: Es sind in den nächsten Wochen und Monaten eine Menge Neuigkeiten zu erwarten.

GI: Ende 2009 führte Endeavour Silver zwei Finanzierungen über insgesamt 22,4 Millionen kanadische Dollar (brutto) durch. Ist das ausreichend Kapital, um die Pläne für 2010 zu finanzieren, oder muss das Unternehmen im Laufe des Jahres noch einmal an den Finanzmarkt gehen?

EDR: Zum 31.12.2009 lag unser geschätztes Betriebskapital bei 39 Millionen US-Dollar, wovon 28 Millionen Cash sind. Und man darf nicht vergessen, dass wir nur 60 Millionen Aktien ausgegeben haben. 2009 war ein Wendepunkt für das Unternehmen, denn im Verlauf des Jahres, sind wir deutlich Cashflow positiv geworden. Könnten in nicht zu ferner Zukunft auch Nettogewinne anstehen? Das bleibt abzuwarten. Wir verfügen jedenfalls über reichlich Kapital und Cashflow, um die Anforderungen des Jahres zu bewältigen, sodass eine Finanzierungsrunde nicht angedacht ist – mit einer großen Ausnahme. Wir sehen uns (und haben das schon seit einiger Zeit getan) nach einem großen Übernahmeziel zum, wobei „groß“ bedeutet, dass es sich um ein bereits Silber produzierendes Asset oder Unternehmen handelt, börsennotiert oder auch privat. In diesem Fall müssten wir wohl einige Aktien ausgeben, um die Finanzierung dieser Akquisition zu unterstützen. Allerdings, wenn wir unsere Aktien als Übernahmewährung einsetzen und man dabei an deren Anstieg denkt, sind Käufe dieser Art für uns mittlerweile billiger als noch vor 12 Monaten. Eine Akquisition (oder auch zwei) dieser Größe und dieses Umfangs, ist für uns 2010 eine Top-Priorität. Wir fühlen uns dem Ziel verpflichtet, eine Jahresproduktion von 7 bis 11 Millionen Unzen Silber pro Jahr zu erreichen.

GI: Direkt nach dem Jahreswechsel sind die Silber- Goldpreise ja bereits wieder gestiegen. Gehen Sie davon aus, dass dieser Trend anhält und wenn ja, warum?

EDR: Ich gehe ganz sicher davon aus, dass dieser Trend sowohl kurz als auch langfristig intakt bleibt, wobei wir unterwegs einige deutliche Korrekturen erleben dürften. Angebot und Nachfrage bestimmen, wie es läuft, und insbesondere für Silber sind die fundamentalen Daten bullish. Wenn man darüber hinaus bedenkt, dass die Währungen, nicht nur in den USA, schwer an Wert verlieren sollten, ist es fast unausweichlich, dass wir bei greifbaren Assets wie Silber und Gold höhere Preise sehen werden.

GI: Und wo, glauben Sie, wird das Hoch liegen bzw. was erwarten Sie für Durchschnittspreise im Jahresverlauf?

EDR: Ich persönlich rechne in den kommenden Monaten mit einem Goldpreis von 1.500 Dollar pro Unze und bei Silber mit 25 Dollar je Unze. Allerdings legt das Unternehmen seinem Businessplan für 2010 wesentlich niedrigere Preise zugrunde, was ich für den richtigen Weg halte.

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