Produktionsprognose übertroffen
AngloGold Ashanti überrascht mit höherem Quartalsgewinn
AngloGold Ashanti (WKN 164180), der drittgrößte Goldproduzent der Welt und die Nummer Eins in Afrika, meldete heute besser als erwartet ausgefallene Zahlen zum zweiten Quartal und stellt zudem einen Produktionsanstieg im dritten Quartal 2010 in Aussicht.
Wie der Konzern, der rund 20 Minen und Projekte auf vier Kontinenten betreitb, erklärte, dass die Gewinnsteigerung auf den höheren Goldpreis und eine Produktionssteigerung vor allem in Südafrika zurückzuführen sei. AngloGold erzilete im Zeitraum von April bis Ende Juni einen angepassten Gewinn von 0,35 USD pro Aktie nach 0,17 USD pro Aktie im ersten Quartal des laufenden Jahres. Auch die Analystenprognosen, die sich auf 0,29 USD je Aktie beliefen, konnte das Unternehmen damit übertreffen.
Südafrikanische Rohstofffirmen melden übrigens so genannte Headline-Earnings, also einen Gewinn, bei dem einige Einmalposten außen vor gelassen werden.
Allgemein waren viele Analysten von guten Quartalszahlen bei AngloGold und deren afrikanischen Konkurrenten ausgegangen. Dabei setzten die Experten auf Produktionssteigerungen und höhere Preise, die die gestiegenen Elektrizitätskosten und eine neue, Umsatz basierte Royalty-Abgabe ausgleichen sollten.
Im zweiten Quartal war der Goldpreis um 85 USD pro Unze oder 8 Prozent auf einen Rekorddurchschnittspreis von 1.195 USD je Unze gegenüber dem vorangegangenen Quartal gestiegen. Südafrikanische Goldproduzenten verkaufen ihr Gold in US-Dollar und zahlen ihre Kosten in Rand. Auch in Rand stieg der Goldpreis von April bis Juli um 8% und erreichte 289.300 Rand (39.820 USD) pro Kilogram.
Wie AngloGold mitteilte, erreichte die Produktion des zweiten Quartals 1,126 Mio. Unzen Gold, womit man die eigene Prognose von 1,08 Mio. Unzen übertraf. Die Gesamtcashkosten fielen von 619 (Q1) auf jetzt 617 USD pro Unze. An der Gesamtjahresprognose von 4,5 bis 4,| Mio. Unzen Gold bei Gesamtcashkosten von 590 bis 615 USD pro Unzen hielt das Unternehmen fest.
Für das dritte Quartal rechnet man mit einem weiteren Anstieg der Goldproduktion auf 1,15 Mio. Unzen bei Cashkosten von 645 USD je Unze. Die höheren Kosten beinhalten die jährlichen Lohnsteigerungen sowie den zu erwartenden Anstieg der Elektrizitätspreise auf Grund der dann greifenden Wintertarife.
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