Samstag, 11.02.2012

Yukon-Nevada Gold
Beginn der kommerziellen Produktion für Juli in Aussicht gestellt

Der kanadische Goldproduzent Yukon-Nevada Gold (WKN A0MVD1) scheint sich auf dem besten Weg zu befinden, schon im Sommer die so genannte „Steady-State-“ also die fortlaufende und damit kommerzielle Produktion zu erreichen. Nachdem das Unternehmen die Smith-Mine auf seiner riesigen Jerritt Canyon-Liegenschaft bereits wieder in Betrieb genommen hat, stehen zudem bereits für das nächste Jahr zwei weitere Minen an. Damit hält CEO Robert Baldock seine Ankündigungen in Bezug auf den Turnaround des Unternehmens ein.

Die Verarbeitungsanlage der SSX Mine von Yukon-Nevada Gold auf der Jerritt Canyon-Liegenschaft

Die Verarbeitungsanlage der SSX Mine von Yukon-Nevada Gold auf der Jerritt Canyon-Liegenschaft

Im ersten Quartal 2010 hat unser Turnaround-Favorit Yukon-Nevada Gold aus Lagerbeständen sowie aus der zum ersten Mal seit dem zweiten Quartal 2008 wieder in Betrieb genommenen Smith-Mine auf seiner riesigen Jerritt Canyon-Liegenschaft 9.258 Unzen Gold produziert. (Das entspricht im Übrigen bereits fast der gesamten Produktion von 2009.) Und das, obwohl es sich nur um eine Testproduktion handelt, die immer wieder von Wartungs- und Aufrüstungsarbeiten an der Verarbeitungsanlagen und der Mühle unterbrochen wurde.

Die aber liegen jetzt wohl soweit hinter dem Unternehmen, dass CEO Robert Baldock davon ausgeht, dass man schon in Kürze, genauer im Juli dieses Jahres, die Aufnahme der fortlaufenden (steady-state) Produktion vermelden kann. Damit sollten dann ganz andere Produktionsmengen und vor allem Umsätze zustande kommen. Wir erinnern nur an die Prognose von Baldock: In den ersten 12 Monaten nach Erreichen der Steady-State-Produktion rechnet der Turnaround-Experte mit einem Ausstoß von 150.000 Unzen Gold!

Und die sollen unter anderem dadurch zusammenkommen, dass man schon Anfang 2011 auch auf der SSX/Steer-Mine den Abbau aufnimmt – das Unternehmen arbeitet bereits seit einiger Zeit mit der Großbank BNP Paribas an der Projektfinanzierung in Höhe von zunächst rund 40 Millionen Dollar – und im gleichen Jahr auch auf Starvation Canyon mit dem Abbau beginnt. Für Starvation Canyon beantragt Yukon-Nevada derzeit die nötigen Genehmigungen.

Wie es aussieht, kann Yukon-Nevada-CEO Robert Baldock seine Ankündigungen wahrmachen und noch in diesem Sommer wieder mit einer fortlaufenden und kommerziellen Produktion auf der Jerritt Canyon-Liegenschaft beginnen. Wir gehen davon aus, dass spätestens die Bekanntgabe dieses Meilensteins im Juli der Aktie einen kräftigen Schub verschaffen sollte.

Zudem könnten wir uns vorstellen, dass die gemeinsam mit BNP Paribas angestrebte Finanzierung in Höhe von ungefähr 40 Millionen Dollar ebenfalls in diesem Zeitraum abgeschlossen werden könnte, was als weiteres, deutliches Zeichen für den „Neubeginn“ stehen würde und die Aktie noch weiter voran bringen dürfte.

Natürlich sind die in der Quartalsbilanz ausgewiesenen 51,4 Millionen Dollar Verlust auf den ersten Blick ein gewaltiger Batzen. Das relativiert sich aber, wenn man sich bewusst macht, dass der überwiegende Teil davon, nämlich 43,6 Millionen Dollar, auf nicht bare Finanzierungskosten in Bezug auf die Inducement Warrants entfällt, die Anfang 2010 ausgegeben wurden. Hinzukommen 1,3 Millionen Dollar an Abschreibungen, sodass der Verlust aus dem Minenbetrieb letztlich bei „nur“ 6,5 Millionen Dollar liegt. Wenn die Produktion im Juli tatsächlich die Steady-State-Produktion erreicht, sollte das aber bald der Vergangenheit angehören.

Alles in allem bleibt Yukon-Nevada Gold für uns eines der aussichtsreichsten Unternehmen des Sektors überhaupt. CEO Robert Baldock scheint das Unternehmen auf den richtigen Weg gebracht zu haben. Sollte sich diese Entwicklung bestätigen und weiter fortgeführt werden, könnten wir uns durchaus vorstellen, dass die Aktie mittel- bzw. langfristig wieder in alte Höhen vorstößt.

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