Samstag, 11.02.2012

Uranaktien
China kauft jetzt Uran wie Kupfer vor 2 Jahren!

Der Uran-Spotpreis hat 4 USD auf 46 USD zugelegt. Der Long-Term-Kontrakt bewegte sich in dieser Woche ebenfalls um 2 USD auf nunmehr 60 USD je Pfund nach oben. Wir glauben aus mehreren Gründen, dass dies Wende beim Uranpreis war. Das Gute: Viele Aktien hervorragender Uranexplorer sind noch am Boden. Kaum ein Investor scheint dem Braten nach mehrmaligen, gescheiterten Erholungsversuchen, zu trauen. Dabei sprechen nun noch mehr Fakten für die Nachhaltigkeit der Trendwende:

Symbol Radioaktivität

Symbol Radioaktivität

China kauft Energieexperten zufolge überall Uran heimlich, still und leise auf. Und zwar alles, was man zu den aktuellen Discountpreisen bekommen kann. Ähnlich, wie man nachdem Finanzcrash 2008 die Kupferbestände zu Niedrigstpreisen aufstockte, baut man nun riesige Uranlagerbestände auf! Keiner wird wohl so blauäugig gewesen sein zu glauben, dass China von derzeit 9,1 Gigawatt in 11 Reaktoren auf 70 Gigawatt (!) in über 50 Reaktoren im Jahr 2020 aufrüsten wird (24 Reaktoren mit 25,4 Gigawatt sind im Bau, weitere 18 in Planung), ohne dafür zu sorgen, dass diese Kernreaktoren auch mit dem nötigen Uran-Treibstoff versorgt werden.

·  Dagegen haben viele westliche Kernkraftwerke ihre Käufe in den letzten Jahren in der Hoffnung auf weiter fallende Preise zurückgehalten. Dies wird sich nun ändern und es wird irgendwann eng werden, wenn plötzlich alle gleichzeitig wieder Uran haben wollen. Hinzu kommt, dass Russland ab 2013 kein Material mehr aus der Abrüstung seiner Kernwaffen liefern wird.

·  Gleichzeitig aber die beiden größten Uranminen der Welt (Olympic Dam in Australien und die überflutete Cigar Lake in Kanada) auf Jahre noch nicht in Produktion sein werden

      – unabhängig davon, was hier seit Jahren spekuliert wird. (Cameco erzählte vor 3 Jahren,dass man in „6 Monaten“ die  Überflutung im Griff haben würde…)

·  Uran wird global (nicht unbedingt in Deutschland; hier ist eine andere Wahrnehmung) als alternativer Energieträger gesehen. Chinas 11 Reaktoren liefern derzeit nur 1,3% des produzierten Stroms des Riesenreichs. Global werden circa 14% des Stroms aus Kernenergie erzeugt. China will mit diesem Ausbau bis 2020 wenigstens auf 5% seines Gesamtverbrauchs kommen. Bis jetzt liefern annähernd 80% veraltete „Kohleschleudern“ den Chinesischen Strom. Diese gelten als einige der größten CO2-Verursacher weltweit.

Unsere Einschätzung hatten wir schon im Update dieser Woche genannt: Sobald der Long-Term-Preis über 70 USD steigen sollte (ab diesem Preis lohnt sich die langfristige Finanzierung der meisten  Explorationsprojekte), wird eine große Konsolidierung (Übernahmen, Fusionen), welche durch den Preiseinbruch verhindert bzw. unterbrochen wurde, erneut in Gang kommen!






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1 Antworten »

  1. Der Artikel zeigt grundsätzlich die Perspektiven für Uran gut auf, enthält aber einige Ungenauigkeiten bzw. Fehler.
    Die Olympic Dam-Mine in Australien produziert seit kurzem wieder mit voller Kapazität. Die Aussage "...auf Jahre noch nicht in Produktion sein" ist also Quatsch.

    Die Rohstoff-Consultant-Firma CRU (www.crugroup.com) geht zudem davon aus, dass es "for many years to come" kein Angebotsdefizit bei Uran geben wird, weil nach der Preisexplosion in 2007 viele neue Minen weiter entwickelt wurden und bereits in Produktion sind oder bald in Produktion kommen werden.

Leserkommentare

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