Samstag, 11.02.2012

Exklusiv-Interview
Deutsche Rohstoff AG – „Wir rechnen damit, weitere 100.000 Unzen Gold nachzuweisen.“

Anfang der Woche hatte die Deutsche Rohstoff AG (WKN A0XYG7) gemeldet, dass man mit dem Minenplan nun alle nötigen Genehmigungen für die Aufnahme der Goldproduktion auf der australischen Georgetown-Mine des Unternehmens erhalten hat. Wie angekündigt haben wir uns einige – unserer Ansicht nach sehr interessante – zusätzliche Details besorgt. Wir sprachen mit Herrn Dr. Titus Gebel, Vorstand der DRAG

Die Vorstände Dr. Titus Gebel und Dr. Thomas Gutschlag freuen sich, für die DRAG mit der Erstnotiz einen bewertbaren Meilenstein gesetzt zu haben

Die Vorstände Dr. Titus Gebel und Dr. Thomas Gutschlag freuen sich, für die DRAG mit der Erstnotiz einen bewertbaren Meilenstein gesetzt zu haben

G.I: Herr Dr. Gebel, können Sie uns genauere Angaben zu den zu erwartenden Produktionskosten machen?

T.G.:  Die Kosten liegen derzeit bei 720 USD/Unze. Wie bei kleineren hochgradigen Projekten üblich liegen unsere Produktionskosten etwas höher als bei großen Minen. Bei den momentanen Goldpreisen haben wir aber eine sehr auskömmliche Marge. Zudem sehen wir  das Ende der Fahnenstange beim Goldpreis noch lange nicht erreicht.

G.I.: Wie sehen Ihre weiteren Explorationsvorbereitungen bzw. Explorationsplanungen aus?

T.G: Wir führen derzeit auf Red Dam und Electric Light Flächen- (infill) und Explorationsbohrungen vor allem auf die sulfidischen Erze durch. Die Flächenbohrungen  sollen die bisherige abgeleitete Ressource auf die angezeigte Kategorie hoch stufen. Die Explorationsbohrungen sollen die Ausdehnung der sulfidischen Vererzungen prüfen.

Auf anderen Teillagerstätten soll noch dieses Jahr die sulfidische Vererzung erbohrt werden, was teilweise zum ersten Mal überhaupt geschieht. Wichtig zu wissen ist hier: Meist ist die tiefer liegende sulfidische Vererzung wesentlich mächtiger als die darüber liegenden oxidische Schicht. Sobald hier Ergebnisse vorliegen, werden wir gerne darüber informieren.

G.I.: Wie verhält es sich mit der Produktion hinsichtlich saisonaler Gegebenheiten wie z. B. des Wettereinflusses?

T.G.: Von Mai bis November haben wir eine Trockenperiode. Der Abbau beginnt im September/Oktober und wir wollen bis November noch 51.000 Tonnen oxidisches Erz abbauen, was normalerweise in 2 bis 3 Monaten gut machbar ist. Von Dezember bis April haben wir dann die Regenperiode. In dieser Zeit findet nur noch die Aufbereitung statt. Die Anlage hat nur eine Jahreskapazität von 100.000 Tonnen. Deshalb wird diese Menge in der Trockenperiode abgebaut und kann dann über das ganze Jahr aufbereitet werden.

G.I.: Wie viel Material liegt zurzeit auf Halde?

T.G.: Derzeit noch 10.000 Tonnen Material mit niedrigen Gehalten vom Vorbesitzer (ca.1,35 g/t). Dieses Material nutzen wir ab September zur Kommissionierung der Anlage damit sich die Abläufe einspielen. Wir fahren sozusagen Test und Feinabstimmungsläufe um die Anlage perfekt zu justieren und können nebenbei gleich Gold/Goldkonzentrat herstellen.

G.I.: Wie viele Menschen arbeiten derzeit in Australien für die DRAG?

T.G.: Nach Produktionsbeginn haben wir ca. 15 Mitarbeiter auf der Anlage und 10 im Abbau. Weitere 3 Mitarbeiter kümmern sich um administrative Angelegenheiten bzw. organisieren das Backoffice .

G.I.: Haben Sie genug Wasser für die Trockenperiode dieses und nächstes Jahr?

T.G.: Für das Jahr 2010 haben wir volle Kapazitäten an Wasser. Für das Jahr 2011 bauen wir derzeit einen eigenes Auffangbecken und haben zusätzlich einen Vertrag mit dem Landpächter, auch seine Auffangbecken benutzen zu können. Diese liegen zum Teil direkt neben unserer Anlage. 

G.I. Wie viel Prozent der Fläche sind bisher exploriert?

T.G: Alle Lizenzgebiete zusammengenommen haben wir bisher ca. 20% exploriert.

GI: Was für Explorationspotenzial erwarten Sie noch?

T.G.: Mittelfristig gehen wir davon aus, noch mal 100.000 Unzen Gold nachzuweisen. Natürlich kann es auch mal zu Überraschungsfunden kommen, die sich ja nie ganz ausschließen lassen. Wir haben die sulfidische Vererzung bisher nur auf 120 m Tiefe erbohrt. Es wäre natürlich möglich, dass diese wesentlich tiefer reicht, als bisher nachgewiesen.

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