Samstag, 11.02.2012

Juniors wieder ganz vorn dabei
Explorationsausgaben werden 2010 wieder erheblich steigen

Nach Ansicht der Experten der Metals Economics Group (MEG) werden die Minenunternehmen weltweit im laufenden Jahr ihre Ausgaben für die Exploration erheblich steigern, da die Metallpreise weiter steigen und die Finanzierungsmöglichkeiten sich verbessern. Wie MEG weiter erklärt, sollte davon ein wachsender Teil auf die Exploration nach Goldvorkommen entfallen.

Bohrungen auf dem Selinsing-Projekt von Monument Mining in Malaysia

Bohrungen auf dem Selinsing-Projekt von Monument Mining in Malaysia

In einer Studie zu den globalen Explorationsaufwendungen des vergangenen Jahres hatte MEG festgestellt, dass die Unternehmen der Branche ihre Explorationsbudgets um mehr als 40 Prozent auf 7,32 Milliarden Dollar zusammengestrichen hatten, als die Metallpreise einbrachen und vor allem die Juniors ihre Ausgaben drastisch senken mussten, da kaum noch Finanzierungen erfolgten. Dies sei der größte Jahresrückgang seit mehr als zwei Jahrzehnten gewesen, hieß es.

Aber der MEG-Untersuchung zufolge werden gerade die Juniors nun die Erholung anführen, da die Rohstoffpreise wieder steigen. Der Goldpreis liege mit rund 1.136 USD je Unze weiter deutlich über dem historischen Durchschnitt, so die Experten, während der Kupferpreis zuletzt ein Zwanzigmonatshoch bei mehr als 8.000 Dollar je Tonne erreichte.

Sollte es keinen starken Einbruch der Metallpreise zur Jahresmitte geben, rechnen die Experten mit einem Anstieg der Explorationsbudgets von 30 bis 40 Prozent gegenüber dem Niveau von 2009. Auf die Suche nach Gold entfällt traditionell ein Großteil der weltweiten Explorationsausgaben und es sehe so aus, als werde dies auch 2010 der Fall sein, so MEG weiter. Rund 48 Prozent der globalen Explorationsbudgets entfielen 2009 auf den Goldsektor und die Experten gehen davon aus, dass sich dieser Trend auch im laufenden Jahr fortsetzen wird.

Auf die Industriemetalle entfalle traditionell der zweitgrößte Batzen an Explorationsaufwendungen, so MEG. 2009 waren es nach Untersuchungen der Experten 36 Prozent, wovon ein Großteil für die Kupferexploration verwendet wurde.

Reine Explorationsfirmen sind in der Regel fast zur Gänze von Kapitalmarktfinanzierungen abhängig, um ihr Wachstum zu finanzieren und wurden in der Krise am härtesten getroffen, sodass die Budgets teils drastisch zusammengestrichen wurden, um die Rezession überstehen zu können.

Doch die Erholung der Metallpreise führte Ende 2009 zu einer ganzen Reihe von Finanzierungen, was es den Juniors höchstwahrscheinlich erlauben werde, ihre Explorationsaktivitäten, die zwischenzeitlich auf Eis gelegt waren, wieder aufzunehmen.

Im Allgemeinen entfällt auf die Juniors der größte Teil der globalen Explorationsausgaben, doch 2009 waren es die Majors, die am meisten investierten. MEG geht allerdings davon aus, dass sich dieser Trend im laufenden Jahr wieder umkehren wird.

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