Montag, 26.09.2016
Angesichts geopolitischer Spannungen

Goldpreis beginnt das Neue Jahr mit Gewinnen

Der Goldpreis kann am ersten Handelstag des neuen Jahres einen Gewinn von mehr als 1% verbuchen und notiert aktuell bei ungefähr 1.072 USD pro Unze. Vor allem geopolitische Spannungen im Nahen Osten lassen die Attraktivität des gelben Metalls als „Sicheren Hafen“ steigen.

Goldbarren, Foto: VisualMedia

Goldbarren, Foto: VisualMedia

Am Sonntag hatte Saudi Arabien auf den Sturm seiner Botschaft in Teheran – ausgelöst durch die Hinrichtung u.a. eines schiitischen Geistlichen – mit der Einstellung der diplomatischen Beziehungen zum Iran reagiert. Irans geistlicher Führer Ayatollah Ali Khamenei hatte zudem „die Rache Gottes“ für die Exekution des Geistlichen vorhergesagt, der als Kritiker der saudischen Regierung bekannt war.

Hinzu kommt, dass der chinesische Aktienmarkt nach schwachen Wirtschaftsdaten um 7% einbrach und die Regierung in Peking eine Handelsaussetzung verfügte. Gleichzeitig gab der US-Dollar gegenüber zahlreichen anderen Währungen nach, während der Ölpreis in den Sorten Brent und WTI auf Grund der Situation im Nahen Osten zulegte, was ebenfalls den Goldpreis stützt, da das Edelmetall als Absicherung gegen eine durch Ölausgelöste höhere Inflation angesehen wird.

Anleger tendieren dazu, Gold in Zeiten geopolitischer und finanzieller Unsicherheiten als Investmentalternative zu betrachten, auch wenn dieser Trend nicht mehr so stark ausgeprägt ist wie früher und solche Goldpreiserholungen oft nur von kurzer Dauer sind.

Nachdem der Goldpreis 2015 bereits rund 10% an Wert verlor, erwarten viele Beobachter, dass auch 2016 ein schwieriges Jahr für das gelbe Metall wird – vor allem angesichts steigender Zinsen in den USA und eines deshalb stärkeren Dollars. Die US-Notenbank hatte den Leitzins im Dezember zum ersten Mal seit fast zehn Jahren wieder angehoben – um 25 Basispunkte – und es wurden weitere, wenn auch kleinere Zinsschritte angekündigt. Der Markt spekuliert bereits darüber, wie bald die nächste Zinserhöhung kommen und wie stark sie ausfallen wird.






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