Freitag, 18.05.2012

Chartanalyse
Goldpreis Ende September wieder mit nachhaltigem Aufschwung

In ihrer aktuellen, technischen Analyse zur Entwicklung des Goldpreises, zeigen sich die Analysten von Der Goldmarkt für das kurzfristige Szenario wenig optimistisch. Einen deutlichen höheren Goldpreis könnten wir ihrer Ansicht nach aber schon im Herbst erwarten.

Seit März 2007 befindet sich der Goldpreis in einer ausgeprägten Korrekturphase. Das übergeordnete, langfristige Chartbild sieht aber weiterhin sehr bullish aus. Der Ausbruch über die bei rund 1.000 Dollar verlaufende Obergrenze der Formation kann jederzeit innerhalb weniger Tage erfolgen. Nachhaltige Unterstützung befindet sich etwa bei  870 USD. Die 200-Tage-Durchschnittlinie steigt, der Preis-Momentum-Indikator ist neutral, fällt aber noch. Zeichen für ein Ende der Korrektur lassen sich derzeit nicht erkennen.

Es sieht so aus, als müsste man sich weiter in Geduld üben, denn die Seitwärtsbewegung bei Gold geht unserer Meinung nach noch weiter. In den zurückliegenden Wochen fiel der Goldpreis nahe an die 900 USD Marke heran. Bislang verläuft die Konsolidierungsphase beim gelben Metall aber durchaus geordnet ab. Wir erwarten derzeit keine weitere größere Abwärtsdynamik im Markt. Erst mit einem signifikanten Unterschreiten der zentralen Unterstützung bei 870 USD muss mit einem signifikanten Preisverfall gerechnet werden. Insofern sollte auch ein (temporäres) Unterschreiten der 900 USD kurzfristig keine Panik auslösen, obwohl sicherlich einige Stop-Loss Verkäufe ausgelöst werden dürften.

Die fundamentalen Rahmenbedingungen stellen sich für das Edelmetall derzeit ebenfalls durchwachsen dar. Insbesondere der US-Dollar präsentiert sich aktuell recht robust,  sollte aber im weiteren Jahresverlauf erneut Schwäche zeigen. Als wichtige Indikation für die weitere Goldpreisentwicklung gelten für uns auch die Zu- und Abflüsse in die Gold-ETFs. Während der größte Gold-ETF, der SPDR Gold Trust, zuletzt leichte Abflüsse zu verzeichnen hatte, konnten die Bestände seiner europäischen Pendants leicht zulegen. Also auch hier ein uneinheitliches Bild.

Wir erwarten in der nächsten Zeit noch den einen oder anderen schwachen Tag beim Gold. Übergeordnet sollte es zunächst weiter seitwärts gehen. Schwache Tage bieten auf mittlere und längere Sicht interessante Einstiegsgelegenheiten. Das Durchbrechen der 1.000 USD Marke bis Ende 2009 sehen wir aber noch keineswegs wackeln. Eine nachhaltigere Aufwärtsbewegung wird sich aus unserer Sicht allerdings ggf. erst ab Ende September einstellen.

Silber

Ähnlich schlecht wie beim Gold verliefen die letzten zwei Handelswochen beim Silber. Vom letzten Zwischenhoch bei 16,24 USD am 3. Juni 09 gab der Silberpreis über 20% nach unten ab. Mit derzeit 12,72 USD nähert sich der Silberpreis einem wichtigen horizontalen Unterstützungsbereich bei 11,70 bis 11,95 USD.

Da der Markt im kurz- und mittelfristigen Zeitfenster eher charttechnischen Regeln gehorcht, macht es Sinn die Notierungen von Silber hier genau zu beobachten. Die Wahrscheinlichkeit ist erhöht, dass sich auf diesem Preisband eine Wende nach oben etablieren könnte. Aus technischer Sicht ist Silber total überverkauft und eine Trendumkehr in Richtung 14 USD längst überfällig, sobald der Ausbruch aus dem negativen Trendkanal geschafft ist. Hier bieten sich gute Möglichkeiten für Abstauberlimits.

Dennoch sei an dieser Stelle eine weitere wichtige Unterstützungszone bei 10,30 bis 10,60 USD genannt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Notierungen auf diese Marke durchschlagen, fall die Marktlage weiterhin angespannt bleibt und entsprechende Stop-Loss Verkäufe ausgelöst werden. Mittelfristig bieten die aktuellen tiefen Notierungen hervorragende Einstiegsmöglichkeiten oder Zukaufgelegenheiten.








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