Dienstag, 27.09.2016
Trotz Stilllegung einiger Minen

Goldpreiseinbruch kann australische Produktion nicht zurückwerfen

Der Goldpreiseinbruch im April hat einige Opfer unter den australischen Goldproduzenten gefordert. Aber nicht genug, um den Goldausstoß Down Under ernsthaft zurückzuwerfen. Bei den derzeitigen Preisen erreichte dieser im Fiskaljahr bis zum 30. Juni einen Wert von 13 Mrd. Dollar.

Der Erzabbau auf der Georgetown-Goldmine der Deutsche Rohstoff AG hat begonnen

Goldmine der Deutsche Rohstoff AG in Australien

Wie eine Untersuchung der Experten von Surbiton Associates feststellte, betrug die australische Goldproduktion im abschließenden Juniquartal 67 Tonnen oder 2,15 Mio. Unzen Gold im Wert von 3,37 Mrd. Dollar. Das waren 6% oder 3,5 Tonnen mehr als im Quartal zuvor und brachte den Ausstoß des Gesamtjahres auf gegenüber dem Vorjahr fast unveränderte 259 Tonnen oder 8,3 Mio. Unzen Gold.

Surbiton erklärte, der Produktionsanstieg im Juniquartal sei auf eine Reihe von Reaktionen der Branche auf den Goldpreiseinbruch im April zurückzuführen, als der Goldpreis innerhalb von vier Tagen um mehr als 100 USD pro Unze fiel. Seitdem steigerten die Produzenten die Verarbeitungsraten und nahmen sich Erze mit höheren Goldgehalten vor.

Es sei nämlich eine der einfachsten Möglichkeiten, die Cashkosten pro Unze zu senken, den Goldgehalt zu erhöhen, bevor das Erz in die Verarbeitungsanlage geht. Und genau das sei geschehen. Hinzu seien andere Kostensenkungsmaßnahmen gekommen, wie zum Beispiel ein erhöhter Anlagendurchsatz. Allerdings seien einige der Produzenten mit den höchsten Kosten aus dem Rennen ausgeschieden, so Surbiton.

Vier Minen seien auf Grund von Preis- und Kostendruck im Juniquartal stillgelegt worden und zwei weitere seien seitdem ebenfalls auf Eis gelegt worden. Doch dabei habe es sich um kleinere Minen gehandelt, sodass Australien auch weiterhin auf Platz zwei der Goldproduzenten hinter China liege.

Im Juniquartal hatte beispielsweise Focus Minerals (WKN A0F610) den Betrieb auf der Laverton-Mine eingestellt, wie es auch KGL Resources mit Murchison, Navigator mit Bronzewing und Tanami mit Coyote taten. Seit Ende des Quartals hat Apex die Wiluna-Mine geschlossen und Focus Minerals zudem den Betrieb auf seinen Coolgardie-Minen zurückgefahren.

Diese Produktionsausfälle aber wurden oder werden durch die erste Produktion von Dorays Minerals (WKN A0YC21) Andy Well-Projekt und die Kommissionierung von AngloGold Ashantis (WKN 164180) Tropicana-Projekt ausgeglichen, das 490.000 Unzen Gold pro Jahr fördern soll. Zudem steige die Produktion auf der Cadia East-Mine von Newcrest Mining (WKN 873365) weiter, erklärte Surbiton, sodass der verlorene Goldausstoß mehr als ersetzt werde.

Der Wert der australischen Goldaktien wurde hingegen auf Grund es Goldpreiseinbruchs in USD im April heftig dezimiert. Surbiton weist aber darauf hin, dass der Goldpreis in US-Dollar zwar die internationale Richtmarke sei, für den australischen Markt aber der Goldpreis in australischen Dollar wichtig sei. Denn schließlich würde auch der Großteil der Kosten in der heimischen Währung anfallen. Dabei würden Währungseffekte die Auswirkungen der Preisveränderungen auf die australischen Produzenten oft abfedern, so Surbiton.

Im ersten Quartal lag der Goldpreis so bei 1.570 AUD je Unze, um dann im zweiten Quartal auf 1.425 AUD je Unze zurückzugehen. Nun aber habe sich der Goldpreis in australischen Dollar wieder der Marke von 1.570 AUD angenähert, so Surbiton.






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