Suche startet
Graphit - Der unerkannte Rohstoff
Investoren könnten bald einen neuen Rohstoff zu ihrem Star machen, der bisher auf dem Radar der meisten Anleger noch gar nicht aufgetaucht ist: Graphit.
Graphit kennen die meisten Anleger aus dem Bleistift, dem Tennisschläger oder vom Golfschläger. Viel mehr Anwendungsmöglichkeiten fallen zunächst nicht ein. Doch die Einsatzmöglichkeiten von Graphit haben sich weiter entwickelt, die Vielfalt tritt immer deutlicher zu Tage.
Der Rohstoff leitet Hitze und Elektrizität, er ist korrosions- und hitzebeständig. Damit ist er für die Stahl- und Autoindustrie besonders wertvoll. Dies sind bisher die Hauptkonsumenten von Graphit. Doch neue Anwendungsbereiche kommen hinzu. In neuartigen Batterien ist Graphit ein unverzichtbarer Bestandteil.
Bei einer Lithium-Ionen-Batterie besteht die Kathode aus Lithium, die Anode wird aus Graphit gefertigt. Diese Tatsache ist zumeist unbekannt, kann jedoch in Zukunft für einen Wachstumsschub sorgen. In verschiedenen Elektroautos von Chevrolet, Nissan und Tesla kommen diese Batterien ebenfalls zum Einsatz. Dies deutet an, wie groß die Wachstumsphantasien sein können.
Derzeit werden weltweit etwa 1,2 Millionen Tonnen Graphit benötigt. Für die kommenden Jahre sagen Experten einen Nachfrageboom voraus. Bis 2020 kann sich die nachgefragte Menge auf ein Mehrfaches erhöhen. Schätzungen gehen davon aus, dass allein für Lithium-Ionen Batterien am Ende der Dekade jährlich bis zu 1,6 Millionen Tonnen Graphit benötigt werden. Dies zeigt die Dimensionen des Wachstums. Der Preis folgt diesem Wachstumsschub nur langsam. Jahrelang dümpelte er vor sich hin, erst in den vergangenen Jahren hat er sich verdreifacht. Der Trend geht weiter nach oben.
Der Großteil der Graphitproduktion stammt bisher aus China. Etwa 70 Prozent der Lieferungen kommen aus dem asiatischen Land. Weitere große Förderer sind Indien, Kanada und Brasilien. Da aber China, wie auch bei anderen Rohstoffen, zuletzt höhere Steuern und Lizenzgebühren auf die Ausfuhr von Graphit gelegt hat, suchen Unternehmen verstärkt nach neuen Fundorten und alternativen Lieferanten.
Fündig werden kann man in Gebieten, die bestimmte geologische Voraussetzungen erfüllen. In Kanada finden sich solche Regionen in Ontario und Quebec, aber auch in Brasilien und Indien wird die Suche nach neuen Lagerstätten verstärkt. Der steigende Preis für Graphit kann Investoren dazu bringen, die Explorationstätigkeiten zu verstärken.
Hinweis: Die hier angebotenen Artikel stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die GOLDINVEST Media GmbH und ihre Autoren schließen jede Haftung diesbezüglich aus. Die Artikel und Berichte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine wie immer geartete Handlungsaufforderung dar. Zwischen der GOLDINVEST Media GmbH und den Lesern dieser Artikel entsteht keinerlei Vertrags- und/oder Beratungsverhältnis, da sich unsere Artikel lediglich auf das jeweilige Unternehmen, nicht aber auf die Anlageentscheidung, beziehen. Wir weisen darauf hin, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter der GOLDINVEST Media GmbH Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten oder halten können und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Wir können nicht ausschließen, dass andere Börsenbriefe, Medien oder Research-Firmen die von uns empfohlenen Werte im gleichen Zeitraum besprechen. Daher kann es in diesem Zeitraum zur symmetrischen Informations- und Meinungsgenerierung kommen.
- Interesse steigt weiter: Graphit - Der Run auf die Börse 7.5.
- Chinesische Vormachtstellung: Graphit - Kanada drängt auf die Weltbühne 3.5.
- Enorme Bedeutung für die Industrie: Indium - Hochtechnologiemetall der Zukunft 15.7.
2 Antworten »
Leserkommentare




Einträge(RSS)
Das GOLDINVEST Informationsportfolio
Twitter
Facebook
RSS
Youtube
Gold-Super-Markt
Zur Info:
Einer der weltweit führenden Anbieter von Naturgraphit
Die Graphit Kropfmühl AG ist mit der Förderung und Veredelung von Naturgraphit befasst. Abnehmer der Gesellschaft sitzen in der ganzen Welt und in den verschiedensten Branchen. Gereinigte Graphite werden z.B. in der Automobilindustrie benötigt und zwar für Batterien, Bremsen, Kohlebürsten etc. Weitere Anwendungsbereiche finden sich im Stahl- und Schmiedebereich, bei der Produktion von Lithium-Ionen-Akkus und in nur noch geringem Umfange bei der Bleistiftproduktion. Für hochgereinigte Graphite sieht der Vorstand ständig neue Einsatzgebiete, vor allem im High-Tech-Bereich und in der chemischen Industrie. In diesem Segment gehört Graphit Kropfmühl zu den weltweit größten Anbietern. Hinzu kommt das Segment Siliciummetall. Verwendet wird es in der chemischen Industrie zur Herstellung von Siliconen und in der Alu-Guss-Industrie zur Herstellung von Fahrzeugteilen.
Wesentliche inländische Gesellschaft des Konzerns ist die RW silicium GmbH, bei der es sich nach Angaben der Graphit Kropfmühl AG um den einzigen deutschen Hersteller von hochwertigem Silizium handelt. Außerhalb Deutschlands sind die tschechische Tochter Maziva Týn spol. s.r.o. und die britische Tochter Branwell Graphite Ltd. von Bedeutung. Diese beiden Töchter sind spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb hochwertiger Graphite bzw. Graphitprodukte und Marktführer in ihren Ländern. 2006 kaufte das Unternehmen die restlichen Anteile von Maziva, die seither als Graphite Tyn firmiert.
Der Graphit Kropfmühl-Konzern verfügt über eigene Rohstoffquellen in Asien und Afrika, wobei den asiatischen die höchste Bedeutung zukommt. Hier wurde 2000 das chinesische Joint-Venture Qingdao Kropfmühl Graphite (Co.) Ltd. gegründet. Im Geschäftsjahr 2006 übernahm Graphit Kropfmühl Qingdao vollständig. Mit Qingdao hat sich Graphit Kropfmühl nach eigener Ansicht eines der besten Graphitvorkommen in China gesichert und zugleich eine Plattform für den Ausbau des Marktanteils in Asien (insbesondere Japan und Südkorea) geschaffen. Mit der Bogala Graphite Lanka Ltd., Sri Lanka, hat sich Graphit Kropfmühl eine weltweit einzigartige Rohstoffressource vor allem im Bereich Hochwertgraphit gesichert, so das Unternehmen. Für Graphitanwendungen im High-Tech-Bereich (elektrotechnische Anwendungen) sei dieser Graphit nicht substituierbar, heißt es.
Rekordumsatz erzielt
Nach einem schwierigen Vorjahr hat der konjunkturelle Aufschwung den Graphit Kropfmühl-Konzern im Geschäftsjahr 2010 zu einer erfolgreichen Umsatz- und Ertragssteigerung geführt. So konnte der Graphitproduzent mit einer Umsatzsteigerung von 14,5% auf 96,89 (84,55) Mill. Euro ein Rekordniveau erreichen. Die Siliciummetall-Sparte lag im Berichtsjahr mit 63,61 (60,49) Mill. Euro rund 5,2% über dem Vorjahreswert. Allerdings sank das Betriebsergebnis (EBIT) in diesem Segment auf 2,21 (2,82) Mill. Euro. Während bei der Graphitsparte durch eine starke Wiederbelebung der Nachfrage nach Graphit zum Bilanzstichtag ein Rekordumsatz von 33,28 (24,22) Mill. Euro erzielt werden konnte. Dies bedeutet eine Steigerung von 37,6% gegenüber dem Vorjahr. Auch das Betriebsergebnis (EBIT) in diesem Segment konnte mit plus 0,57 (minus 1,85) Mill. Euro die Gewinnzone erreichen. Regional betrachtet blieb Deutschland auch 2010 mit Erlösen von 62,99 (63,73) Mill. Euro der mit Abstand wichtigste Einzelmarkt. In der Region Deutschland, Österreich und Schweiz setzte der Konzern 75,21 (69,43) Mill. Euro um. Es folgte das übrige Europa mit 13,37 (10,28) Mill. Euro, Asien/Pazifik mit 6,23 (3,78) Mill. Euro und Nord- und Südamerika mit 1,58 (0,48) Mill. Euro. Im Rest der Welt wurden 0,51 (0,59) Mill. Euro umgesetzt.
Die Umsatzkosten erhöhten sich im Berichtsjahr auf 86,65 (75,83) Mill. Euro und auch die Vertriebskosten stiegen auf 2,02 (1,42) Mill. Euro. Der Gesamtaufwand für Forschung und Entwicklung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr leicht auf 0,91 (0,79) Mill. Euro. Die Verwaltungskosten konnten auf 4,80 (5,94) Mill. Euro begrenzt werden. Auch das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) wuchs im Berichtsjahr deutlich um 58,3% auf 6,69 (4,23) Mill. Euro. Aufgrund der getätigten Investitionen in 2010 stiegen die Abschreibungen auf 3,34 (3,12) Mill. Euro. Das negative Zinsergebnis konnte auf minus 0,72 (minus 1,53) Mill. Euro verringert werden. So gelangte das Vorsteuerergebnis mit plus 2,56 (minus 0,63) Mill. Euro in den positiven Bereich. Nach einem Steueraufwand von 0,86 (0,39) Mill. Euro drehte nach marginalen Anteilen Dritter von minus 0,04 (plus 0,09) Mill. Euro das Jahresergebnis mit plus 1,65 (minus 0,93) Mill. Euro in die Gewinnzone. Eine Dividende wurde wie seit 2006 üblich nicht vorgeschlagen.
Die 100-Mill.-Euro-Umsatz-Grenze soll geknackt werden
Nach der signifikanten Umsatzsteigerung in 2010, erwartet der Vorstand für 2011 nochmals einen deutlichen Erlössprung, so dass erstmals die 100 Mill. Euro-Grenze überschritten werden kann. Dabei geht der Konzern von einer erneut deutlichen Verbesserung der Ertragskennzahlen aus.
Die Graphit Kropfmühl-Gruppe konnte im ersten Quartal 2011 an die erfolgreiche Entwicklung des vergangen Geschäftsjahres anknüpfen. Die Erlöse des Graphitherstellers legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 42,9% auf 30,90 (i.V. 21,63) Mill. Euro zu. Nach Angaben des Managements wurde das Wachstum von beiden Segmenten getragen. Vor Zinsen und Steuern verbesserte sich das Ergebnis sogar um mehr als 100% auf 3,86 (0,37) Mill. Euro. Insgesamt summierte sich das Nettoergebnis des Konzerns für das erste Quartal auf 2,45 (0,07) Mill. Euro.
1997 vom Freiverkehr in den Geregelten Markt
In den 90er Jahren war der Geschäftsverlauf zum Teil starken Schwankungen unterworfen. So haben sich die Verkaufserlöse gegenüber 1991 (gut 15,9 Mill. Euro) bis 1997 deutlich verringert. Zur Stärkung der Finanzkraft waren die Aktien der Gesellschaft Ende 1997 an den Geregelten Markt der Frankfurter Börse gebracht worden.
In den darauf folgenden Jahren expandierte Graphit Kropfmühl durch Zukäufe. So wurde 1998 die RW silicium GmbH erworben, den Angaben zufolge der einzige deutsche Hersteller von hochwertigem Silizium. Von wesentlicher Bedeutung waren 1999 die Übernahmen der tschechischen Maziva Týn spol. s.r.o. und der britischen Branwell Graphite Ltd.. Im Jahre 2000 folgten das chinesische Joint-Venture Qingdao Kropfmuehl Graphite (Co.) Ltd. und eine Beteiligung an der Bogala Graphite Lanka Ltd. in Sri Lanka.
Die Aktien der Gesellschaft notieren heute im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse.
In deutschland wir wohl dieses Jahr wieder ein stillgelegtes Graphitbergwerk wieder eröffnen!