Lynas Corporation
Gute Nachrichten für China-gestresste Wirtschaft
Wieder einmal stehen an der Börse die Seltenen Erden im Blickpunkt. Diesmal gibt es allerdings keine Nachrichten aus China zum Thema sinkende Exportquoten. Stattdessen hebt ein australisches Unternehmen seine Ressourcenschätzung an.

Auch in Deutschland wird wie hier durch die Deutsche Rohstoff AG in der Binge von Geyer wieder nach Seltenen Erden gesucht.
Die Lynas Corporation (WKN: 871899), beheimatet in der australischen Metropole Sydney, hat ihre Ressourcenschätzung für das Seltene-Erden-Projekt „Mount Weld" deutlich angehoben. Der Konzern schätzt das Vorkommen auf seinem Gebiet nun auf 1,416 Millionen Tonnen Selteneerden-Oxide. Das Vorkommen soll demnach um mehr als 19 Prozent größer sein als bisher angenommen. Der Anstieg geht auf neue Explorationsdaten für eine Zone zurück, die bisher als „Südliche Zone" des Projektes bekannt war und die vom Unternehmen nun in „Duncan-Zone" umgetauft wurde. Das Vorkommen dort soll den neuesten Zahlen zufolge bei 0,366 Millionen Tonnen Selteneerden-Oxide liegen.
Die vorbereitenden Aktivitäten auf dem Areal sind für das Unternehmen damit aber noch längst nicht abgeschlossen. Man arbeitet unter anderem an Machbarkeitsstudien für optimale Prozesse zur Förderung der Seltenen Erden, ebenso sind im Frühjahr 2011 weitere Bohrprogramme auf der Liegenschaft geplant, die im südwestlichen Teil von Australien nahe der Stadt Laverton liegt. Die Stadt, Teil des australischen Bundesstaates Western Australia, ist vor allem für zwei Goldminen der Rohstoff-Riesen Barrick Gold (WKN: 870450) sowie AngloGold Ashanti (WKN: 164180) bekannt.
Die Aktien von Lynas feiern die Nachricht mit einem deutlichen Kursaufschlag. Im Handel am Frankfurter Aktienmarkt steigt das Papier am Nachmittag um mehr als 16 Prozent, ein Anstieg um mehr als 15 Prozent hat der Anteilsschein des Unternehmens an der Börse in Australien verzeichnet.
Aus charttechnischer Sicht setzt die Aktie mit dem heutigen deutlichen Kursanstieg die Hausse der vergangenen Wochen fort. Diese hat das Papier aus der Zone um 0,46 Austral-Dollar in der Spitze auf heute erreichte 1,27 Austral-Dollar klettern lassen. Mit 1,24 Austral-Dollar ist das Papier schließlich auf dem Heimatmarkt in den Feierabend gegangen. Unterstützt wird die heutige Rallye dabei nicht nur durch die Nachricht des Konzerns, sondern auch durch ein noch „frisches" charttechnisches Kaufsignal. Das hat die Lynas-Aktie mit dem Anstieg über eine Widerstandszone bei 1,02/1,05 Austral-Dollar Ende der vergangenen Woche verzeichnet. Kurzfristige Risiken kommen vor allem bei einsetzenden Tendenzen zu Gewinnmitnahmen auf, nachdem die Aktie deutlich über das obere Ende des Bollinger-Bandes hinaus geschossen ist.
In einigen Branchen der Wirtschaft dürften derartige Nachrichten über höhere Vorkommen an Seltenen Erden übrigens auf Zufriedenheit treffen, auch wenn diese nur ein Tropfen auf dem heißen Stein sind. Denn die Seltenen Erden sind zum Problem geworden, seitdem der mit Abstand führende Produzent, China, Pläne über Exportkürzungen hat durchblicken lassen. Das hatte selbst in der Politik für Aufruhr gesorgt: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte das Thema bei einer China-Reise auf dem Schirm. Kein Wunder, kommen die Metalle der Seltenen Erden doch in vielen Technologien zum Einsatz. Als Einsatzgebiete der chemischen Elemente sind unter anderem Batterien, Bildschirme oder Windkraftanlagen zu nennen.
Schlagworte: AngloGold Ashanti, Barrick Gold, China, Lynas, Produktion, Seltene Erden
- Vor dem Start: Lynas - Erfolgreich in Malaysia 30.11.
- Probleme in Malaysia: Lynas verfehlt Zeitplan 31.10.
- Prior Gold: Seltene Erden begehrter als Silber und Gold 29.4.



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