Schwerer Rückschlag
Indische Behörden kippen Milliardenprojekt von Vedanta
Vedanta verzeichnet einen Rückschlag bei seinen Expansionsbemühungen. Die indischen Behörden haben dem britischen Konzern bei einem Bauxit-Projekt einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.
Das Vorhaben von Vedanta (WKN: A0BKZ0), im Osten Indiens ein 1,7 Milliarden Dollar schweres Investitionsprojekt zur Belieferung der eigenen Aluminiumindustrie mit Bauxit zu starten, war im Vorfeld unter anderem bei verschiedenen NGOs auf schwere Proteste getroffen. Hierzu hätten die Briten ein Waldstück roden müssen, in dem indische Urvölker beheimatet sind. Die Rodungen hätten die einheimische Bevölkerung in ihrer Existenz bedroht.
Doch diese hat sich erfolgreich zur Wehr gesetzt. Die indischen Behörden haben dem Milliardenprojekt Vedantas wegen schwerwiegender Verstöße gegen den Umweltschutz eine Absage erteilt. Bei den Protestlern trifft dies auf breite Zustimmung. Dagegen bringt die Entscheidung Vedanta nun in Probleme: Die vor Ort befindliche Aluminiumproduktion des Unternehmens ist somit weiterhin auf Zulieferungen aus entfernten Gebieten angewiesen – das hält die Kosten hoch. Vedanta bestreitet zwar, gegen Umweltgesetze verstoßen zu haben, will sich aber dennoch nach alternativen Bauxit-Quellen umschauen.
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