Kurz & bündig
Interview mit Coastal Contacts-Gründer Roger Hardy
Mit dem kanadischen Direktverkäufer von Kontaktlinsen und Brillen Coastal-Contacts (WKN: A0CAGY) haben wir Ihnen vor Kurzem ein Unternehmen vorgestellt, von dem wir glauben, dass es die Finanzkrise nicht nur überstehen, sondern vom aktuellen Umfeld sogar profitieren kann. Wir haben mit Unternehmensgründer Roger Hardy gesprochen und konnten ihm einige interessante Informationen entlocken.
GOLDINVEST.de: Mr. Hardy, bitte stellen Sie Ihr Unternehmen unseren Lesern kurz vor.
Roger Hardy: Coastal Contacts ist die Nummer Eins der Direktverkäufer von Kontaktlinsen, Brillen und verwandten Produkten, und zwar weltweit. Coastal verändert den globalen Markt für Lesehilfen, indem wir die Vorteile des Internets einsetzen, um den Zwischenhändler in der herkömmlichen Lieferkette auszuschließen, und die Kostenersparnis an den Kunden weitergeben. Dieses Wertangebot, in Kombination mit einer schnellen Lieferung und bequemer Abwicklung, verschafft den Coastal-Kunden einen unschlagbaren Vorteil.
GI: Das erste Quartal 2009 ist vorüber. Wie hat sich Coastal Contacts in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten gehalten? Welche Ziele konnten Sie erreichen?
Hardy: Coastals Geschäfte florieren in dieser herausfordernden Wirtschaftslage, da die Kunden gerade jetzt auf der Suche nach Mehrwert und Verbraucherfreundlichkeit sind – bei all ihren Einkäufen. Diese Tatsache, zusammen mit der immer stärkeren Bedeutung des Online-Handels, führte für Coastal zu einem ersten Quartal 2009, in dem wir unseren Umsatz gegenüber dem ersten Quartal 2008 um 24 Prozent steigern konnten.
Insgesamt haben wir fast 300.000 Aufträge bearbeitet und einen Umsatz von 31,3 Millionen kanadischen Dollar erzielt. Gleichzeit konnten wir unsere Bruttomarge auf 31 Prozent steigern. Das bedeutet eine Verbesserung von 600 Basispunkten gegenüber dem Vergleichszeitraum 2008. Wir konnten einen Nettogewinn von 1 Million Dollar erwirtschaften, also von 2 Cent pro Aktie, und – nicht bare Positionen ausgenommen – einen Cashflow von 1,7 Millionen Dollar generieren.
GI: Was plant Coastal Contacts für den Rest des Jahres 2009? Welche Ziele wollen Sie erreichen? Und welchen Einfluss wird Ihrer Meinung nach die Wirtschaftskrise im weiteren Verlauf auf Coastal haben.
Hardy: Unter anderem wollen wir unsere führende Position in einer Reihe von wichtigen Märkten ausbauen und uns neue Märkte in Europa und Asien erschließen. Darüber hinaus wollen wir unser erfolgreiches Geschäftsmodell des Direkthandels noch stärker auf den Markt für Brillen und in weitere Schlüsselmärkte ausweiten.
Und: Wir sind der Ansicht, dass die globale Wirtschaftskrise für Coastal von Vorteil sein wird, da unser Geschäftsmodell für die Endkunden gerade in solchen Zeiten attraktiv ist.
GI: Für börsennotierte Unternehmen kann es entscheidend sein, frisches Kapital aufzunehmen. Wie steht ihr Unternehmen finanziell da und sehen Sie irgendwelche Probleme, sollten Sie sich neues Kapital besorgen wollen?
Hardy: Ende des ersten Quartals 2009 verfügte Coastal über rund 12 Millionen Dollar Cash – und hatte keine Schulden. Bedenkt man wie schnell unser Geschäft wächst, dass sich unsere Rentabilität stetig verbessert und die guten Aussichten auf dem Markt für Brillen, so sind wir der Ansicht, Kapital aufnehmen zu können, wenn das nötig sein sollte. Zur Zeit ist das aber nicht der Fall.
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