Samstag, 11.02.2012

Besserung in Sicht
Kalinachfrage zieht wieder an

Wie es scheint brauchen Landwirte doch noch Dünger. Nach einem extrem schwachen Jahr, in dem viel Farmer zum großen Teil auf den Einsatz von Düngemitteln verzichtet haben, zieht die Nachfrage bei den Kalisalzproduzenten wie beispielsweise dem Branchengiganten Potash Corp. of Saskatchewan wieder an – und nähert sich den historischen Raten, erklären die Analysten der UBS.

Kalisalz Bohrkerne der Western Potash Corporation

Kalisalz Bohrkerne der Western Potash Corporation

Die Besorgnis in Bezug auf logistische Fragen, besonders bei Stickstoff, stiegen, so die Experten, da für das kommende Jahr eine robuste Frühlingssaison erwartet werde. Der Markt scheine 2010 als Übergangsjahr auf dem Weg zu einem wieder normaleren Nachfrageniveau 2011 zu betrachten.

Die UBS rechnet für das laufende Jahr mit Kaliumsätzen von 1,3 Mrd. Dollar, die von Gerüchten um eine Preisvereinbarung bei 350 Dollar pro Tonne in den Verhandlungen mit China gedrückt würden. Das wären 70 Dollar weniger als Indien gemäß seiner Preisvereinbarung vor einiger Zeit zahlt.

Die Zahlen seien zwar enttäuschend, so die Experten, doch glaube man, dass dies einen Boden bedeuten würde und zu einem Rebound der Spotpreise in Brasilien und den Vereinigten Staaten führen könne, da man davon ausgehe, dass mit einer 2010 anziehenden Nachfrage das Angebot knapp werden können.

Entsprechend geht die UBS nun davon aus, dass sich die Kalisalzumsätze 2010 auf 3,6 Milliarden Dollar mehr als verdoppeln und 2011 4,3 Milliarden Dollar erreichen.  Das gelieferte Volumen dürfte dann 8,9 Millionen Tonnen bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 486 Dollar pro Tonne betragen, hieß es weiter.

Angesichts dieser neuen Zahlen und angesichts der Tatsache, dass Potash Corp. rund 50 Prozent der Überschusskapazitäten der Welt kontrolliere, hebt die UBS ihr Kursziel von 95 auf 120 Dollar an, behält aber das Rating „neutral“ bei.

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