Ölpreise
Leicht gestiegen / Heizölpreise 40 Cent fester
Singapur/London (comcenture.com) - Die Ölpreise notieren am Dienstagmorgen im elektronischen Handel in Fernost leicht im Plus. Der nächstfällige Future auf leichtes US-Rohöl West Texas Intermediate (WTI) verteuert sich um 29 Cent oder 0,3 Prozent auf 76,83 US-Dollar pro Barrel. Europäisches Rohöl der Sorte Brent kostet aktuell 75,93 Dollar pro Barrel und damit 31 Cent mehr als zum Handelsende am Montag. Der Euro notiert etwas fester in unmittelbarer Nähe der 1,30 $-Marke bei aktuell 1,2990 US-Dollar. Die Heizölpreise werden heute in Deutschland und Österreich zunächst 40 Cent höher erwartet.
Positive Unternehmensergebnisse lassen Aktienmärkte steigen - Nach der Depression der vergangenen Tage profitierten die Ölpreise auch heute Morgen in Fernost von der Hoffnung auf einen Anstieg der Ölnachfrage im Zuge einer Erholung der Weltwirtschaft. Anlass zur Zuversicht gaben gestern mehrheitlich überraschend positive Quartalsergebnisse von US-Unternehmen. Der breitgefasste S&P 500-Index beendete den Handel am Montag 0,60 Prozent im Plus bei 1.071 Zählern, der Dow Jones Index kletterte um 0,56 Prozent auf 10.154 Punkte.
Die Ölmärkte verzeichneten gestern ebenfalls moderate Gewinne. Leichtes US-Rohöl WTI klettert bis zum Handelsende um 53 Cent oder 0,69 Prozent auf 76,54 US-Dollar pro Barrel. Nordseeöl Brent verteuerte sich um 25 Cent oder 0,33 Prozent auf 75,62 Dollar pro Fass. ICE-Gasoil, der Referenz-Future für Heizöl und Dieselkraftstoff, stieg am Montag um 10 Dollar auf 648,50 Dollar pro Tonne.
IEA: China weltweit größer Energieverbraucher
China hat die Vereinigten Staaten in 2009 als weltweit größten Energieverbraucher abgelöst. Wie die Internationale Energieagentur IEA am Montag mitteilte, verbrauchte China in 2009 2,25 Mio Tonnen Energie in Öläquivalenten, während der Energiebedarf der USA im vergangenen Jahr bei 2,17 MillionenTonnen lag. Im Jahr 2000 verbrauchte China nur halb so viel Energie wie die Vereinigten Staat. In den letzten zehn Jahren habe die USA laut IEA die Energieeffizienz um 2,5 Prozent pro Jahr, China um 1,7 Prozent steigern können. Die IEA betonte, Chinas Dominanz habe zunehmenden Einfluss auf die globalen Strukturen der Energiemärkte.
Erwartung Bestandsdaten: US-Rohölbestände fallen
Heute Abend nach US-Börsenschluss veröffentlicht das American Petroleum Institute (API), der Branchenverband der US-Ölindustrie seinen wöchentlichen Bestandsbericht. Am Mittwochnachmittag folgt dann planmäßig der „Weekly Petroleum Status Report" der US-Energiebehörde „DoE" (Departement of Energy).
Im Vorfeld befragte Experten erwarten einen Rückgang der US-Rohölbestände in der vergangenen Woche um ca. 1 Millionen Barrel (1 Barrel = 159 Liter). Die Vorräte an Benzin sollen dagegen laut Prognose um ca. 1 Millionen Barrel gestiegen sein. Die achte Woche in Folge sind gemäß Vorhersage die Bestände an Mitteldestillaten gewachsen. Für diese Produktgruppe, zu der unter anderem Heizöl und Dieselkraftstoff gehören, wird eine Zunahme der Vorräte von ca. 1,6 Millionen Barrel erwartet.
Heizölpreise steigen am Dienstag
Die Heizölpreise notieren heute Morgen 0,40 Cents pro 100 Liter höher als gestern. Aktuell kostet leichtes Heizöl bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern in Deutschland regionalabhängig durchschnittlich 64,00 Euro pro 100 Liter (inkl. Mehrwertsteuer). In Österreich liegt der Durchschnittspreis heute Morgen bei 73,20 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) pro 100 Liter. Im Monatsvergleich liegen die Heizölpreise damit 7 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Aktuelle Heizölpreise für Ihre PLZ
Aktuelle Marktdaten im Überblick:
Gasoil:Â 646,50 USD/mt
BRENT:Â 75,93 USD/Barrel
WTI:Â Â Â Â Â 76,83 USD/Barrel
Euro:Â Â Â Â 1,2969 (EUR/USD)
Schweizer Franken: 1,0525 (USD/CHF) - 1,3650 (EUR/CHF)
Heizölpreise in Deutschland und Österreich: Plus 0,40 Euro
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