Mittwoch, 28.09.2016
2.141 AUD pro Karat

Lucapa Diamond erzielt im Dezemberquartal bisher höchste Verkaufspreise

Das Beste kommt zum Schluss: Der australische Diamantproduzent Lucapa Diamonds (WKN A0M6U8 / ASX LOM) hat im Dezemberquartal 2015 sowohl das höchste vierteljährliche Verkaufsergebnis als auch die der höchsten vierteljährliche Durchschnittspreise seit Beginn der – zugegeben noch recht kurzen – Produktionsgeschichte erzielt.

Der mit 74,5 Karat bislang viertgrößte Diamant von der Lulo-Konzession; Foto: Lucapa Diamond

Der mit 74,5 Karat bislang viertgrößte Diamant von der Lulo-Konzession; Foto: Lucapa Diamond

Lucapa zielt darauf ab, einen regelmäßigen und steigenden Cashflow aus der alluvialen Diamantproduktion auf dem Lulo-Projekt in Angola zu erzielen und hat deshalb im Dezemberquartal drei Diamantenverkäufe abgewickelt. Damit erzielte das Unternehmen Bruttoeinnahmen in Höhe von 8,1 Mio. AUD, was das bislang höchste vierteljährliche Verkaufsergebnis darstellt. Dabei lag der durchschnittliche Verkaufspreis bei 2.141 AUD pro Karat, was ganz erheblich über den weltweiten Durchschnittswerten liegt und zudem den höchsten vierteljährlichen Durchschnittspreis seit Abbaubeginn im Januar 2015 bedeutet.

Die hohen Preise sind vor allem darauf zurückzuführen, dass Lucapa beim alluvialen Abbau immer wieder auf besonders wertvolle Steine stößt. Im Dezemberquartal beispielsweise wurden insgesamt 28 spezielle Diamanten, d.h. Diamanten mit einem Gewicht mehr als 10,8 Karat, gefunden. Zwei der größten dieser Diamanten wiesen ein Gewicht von 74,4 Karat bzw. 66,3 Karat auf. Insgesamt stieg zudem die durchschnittliche Steingröße von 1,2 Karat in den drei Monaten bis Ende September auf 1,35 Karat im Dezemberquartal.

Im zweiten Halbjahr 2015 konnte Lucapa zudem die Aufbereitungsraten um 173 Prozent (!) auf 82.410 Schüttkubikmeter steigern, da man zusätzliche Erdbewegungsgeräte in Betrieb nahm, die eine deutliche Steigerung der Abbaumengen ermöglichten.

Allerdings blieben die Aufbereitungsraten im Dezemberquartal hinter jenen der vorangegangenen Quartale zurück, da mechanische Probleme am Schwimm-Sink-Abscheidemodul (Dense Media Separation Module) auftraten und die Aufbereitung für zwei Wochen einschränkten. Lucapa führte in dieser Zeit aber den Schotterabbau fort, sodass man zum Ende des Jahres ca. 9.231 Schüttkubikmeter Diamanten führende alluviale Schotter auf Halde liegen hatte. Abgesehen von diesen, wurden im Dezemberquartal insgesamt 38.401 Schüttkubikmeter an alluvialem Schotter aufbereitet.

Zudem waren der Einsatz der Erdbewegungsgeräte und der Abbau im Dezemberquartal dadurch eingeschränkt, dass Lucapa die Geräte untere anderem zur Alluvial- und zur Kimberlitexploration einsetzte, neue Testgruben in anderen potenziellen Abbaugebieten aushob sowie auf Grund starker Regenfälle Straßen- und Brückenwartungsarbeiten vorgenommen werden mussten.

Diese widrigen Witterungsbedingungen führten auch dazu, dass der Zugang zu Gebieten mit höheren Diamantgehalten wie beispielsweise Mining Block 8 eingeschränkt wurde, was zu niedrigeren Durchschnittsgehalten und einer reduzierten Diamantenausbringung von 2.151 Karat im Dezemberquartal führte. Die 9.231 Schüttkubikmetern aus dem Dezemberquartal werden ja in die Diamantgewinnung des Märzquartals 2016 einfließen.

Dass Lucapa trotz all dieser Widrigkeiten so exzellente Verkaufszahlen und Durchschnittpreise vorweisen konnte, stimmt uns für die Zukunft zuversichtlich. Denn da die mechanischen Probleme mit der Anlage ja nun behoben sein sollten, zusätzliche Pumpen auf dem Lulo-Projekt eingetroffen sind, um die Bodenbeschaffenheit zu verbessern und 9.231 Kubikmeter Diamanthaltiges Material zur Verarbeitung bereits auf Halde liegen, sollte dem Unternehmen unserer Ansicht nach ein gutes erstes Quartal 2016 gelingen können.

Hinzu kommt, dass Lucapa parallel zum alluvialen Abbau ja die Suche nach der möglichen Quelle, der außergewöhnlichen Steine, die auf Block 8 bislang gefunden wurden, weiter vorantrieb. Im Dezemberquartal konzentrierte sich Lucapa mit seinem Kimberlitexplorationsprogramm auf geophysikalische Erkundungsarbeiten auf den äußerst viel versprechenden Kimberliten L259 – grenzt direkt an Block 8 – und L13/L15 sowie deren Umgebung. Das Unternehmen rechnet damit, hier in Kürze die ersten Ergebnisse zu erhalten. Was, bei positiven Resultaten, dem Kurs der Lucapa-Aktie nach dem gelungenen Jahresstart weiteren Schwung verleihen könnte.






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