Konjunkturmotor in USA und China stottert leicht
Ölpreise fallen zweiten Tag in Folge / Heizölpreise aktuell: Plus 10 Cent
Singapur/London (comcenture.com) – Die internationalen Ölpreise notieren heute Morgen im Übergang vom asiatischen in den europäisch geprägten Handel etwas leichter. Der nächstfällige Future auf US-Rohöl West Texas Intermediate (WTI) ermäßigt sich aktuell um 62 Cent oder 0,65 Prozent auf 79,73 US-Dollar pro Barrel (159 Liter). Nordseeöl der Sorte Brent verbilligt sich um 50 Cent auf 79,10 Dollar. Der August-Kontrakt auf Gasoil als Referenz für Heizöl und Dieselkraftstoff in Europa fällt um 4,75 Dollar auf 664,75 Dollar pro Tonne. Der Euro verliert heute Morgen leicht. Aktuell kostet die Gemeinschaftswährung 1,3070 Dollar.
Heizölpreise aktuell 11.08: Heizöl 10 Cent teurer - Die Heizölpreise notieren heute Morgen gegenüber gestern 10 Cent / 100 Liter im Plus. Die relativ deutliche Abwertung des Euros gegenüber dem Dollar führt heute trotz sinkender Preise im internationalen Ölhandel zu leicht steigenden Preise für Heizöl im Inland.
Aktuell kostet Heizöl extra leicht bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern und einer Lieferstelle in Deutschland regionalabhängig durchschnittlich 65,30 Euro pro 100 Liter (inkl. Mehrwertsteuer). In Österreich liegt der Durchschnittspreis heute Morgen bei 75,60 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) pro 100 Liter.
Damit bewegen sich die Heizölpreise auch heute im wochenlangen Seitwärtstrend von 60 – 70 Euro pro 100 Liter.
Heizölhändler berichten von aktuell ferienbedingt ruhiger Nachfrage auf der Verbraucherseite, warnen jedoch vor üblicherweise längeren Wartezeiten für Heizöllieferungen bei Beginn der Bestell- und Heizsaison im Spätsommer/Frühherbst.  Aktuelle Heizölpreise für Ihre PLZ
Sorgen um Ölverbrauch in China und USA
Auch heute Morgen belastet die Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Ölnachfrage der zwei weltweit größten Energieverbraucher die Stimmung an den globalen Ölmärkten. Gestern meldete die chinesische Zollbehörde einen Rückgang der Rohöleinfuhren und auch der Gesamtimporte im Juli im Vergleich zum Vormonat. Mehr zum Thema
Auch der Rückgang der US-Produktivität außerhalb des Agrarsektors überraschte die Akteure an den Finanz- und Ölmärkten und nährt Befürchtungen über eine deutliche Verlangsamung der Konjunkturerholung in den USA. Wie gestern bekannt wurde, fiel die Produktivität im Produktions- und Dienstleistungssektor im zweiten Quartal des Jahres um 0,9 Prozent. Experten hatten hier mit einem leichten Anstieg gerechnet.
Zum Handelsende notierte US-Rohöl WTI 1,23 Dollar oder 1,5 Prozent tiefer als am Vortag bei 80,25 Dollar pro Barrel und verteidigte damit noch die 80-Dollar-Marke. Nordseeöl Brent verzeichnete am Dienstag mit einem Minus von 1,39 Dollar oder 1,75 Prozent auf 79,60 Dollar ebenfalls deutliche Abschläge. Gasoil als Benchmark für Heizöl und Dieselkraftstoff wurde gestern Abend bei 669,50 Dollar pro Tonne und damit 11 Dollar tiefer fixiert. Aktuelle Marktinformationen finden Sie hier
API-Bestandsdaten: US-Rohölbestände sinken
Wie der Branchenverband der US-Ölindustrieverband am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte, sind die Rohölbestände in den Vereinigten Staaten in der vergangenen Woche um 2,2 Millionen Barrel und damit im Rahmen der Markterwartungen gefallen.
Dagegen überraschte der durch das „American Petroleum Institute „ gemeldete Abbau der Benzinbestände um 1,5 Millionen Barrel. Im Vorfeld befragte Analysten rechnen mit einem leichten Aufbau der Benzinvorräte.
Die Vorräte an Mitteldestillaten wie Heizöl und Dieselkraftstoff stiegen zuletzt unerwartet deutlich um 2,3 Millionen Barrel und damit doppelt so stark wie von Experten prognostiziert.
Die US-Importe an Rohöl erhöhten sich in der vergangenen Woche um 1,6 Millionen Barrel. Da gleichzeitig die Auslastung der Raffinerie-Kapazitäten laut API um 2,5 Prozent auf 84,2 zurückfiel, fürchten Analysten nun einen weiteren Anstieg der historisch hohen US-Rohölbestände.
An den Ölmärkten wartet man nun auf die Bestätigung der API-Daten im Rahmen der Veröffentlichung des höher bewerteten wöchentlichen „Petroleum Status Reports“ der US-Energiebehörde EIA/DOE (Energy Information Administration / Departement of Energy). Mehr zu den Bestandsdaten
Unwetter im Golf von Mexiko
Wie das National Hurrican Center (NHC) in seinem letzte Update bestätigt, bewegt sich eine Unwetterformation im Atlantik in Richtung Golf von Mexiko und wird damit zunehmend zu einer Bedrohung für die Öl-und Gasfelder in der Region. Im August 2005 hatte die Wucht der Hurrikans "Katrina" und „Rita“ zu massiven Zerstörungen an den Küsten der USA und tagelangen Unterbrechungen der Öl- und Gasförderung im Golf von Mexiko geführt. Weitere aktuelle Wetterinformationen auf der Website des NHC
BP hat unterdessen bereits vorrübergehend die Entlastungsbohrungen am havarierten Bohrloch der explodierten „Deepwater Horizon“ einstellen müssen. Aktuelle Information zur Ölkatastrophe im Golf von Mexiko
Aktuelle Marktdaten im Überblick:
Gasoil:Â Â Â 664,75 USD/mt
BRENT:Â Â Â 79,10 USD/Barrel
WTI:Â Â Â Â Â Â Â 79,73 USD/Barrel
Euro:Â Â Â Â Â Â 1,3070(EUR/USD)
Schweizer Franken: 1,0553 (USD/CHF) – 1,3789 (EUR/CHF)
Wirtschaftstermine heute:
10:00 Ölmarktbericht IEA
14:30 Handelsbilanz (USA),
16:30 DOE-Ölbestandsdaten (USA)
20:00 Haushaltssaldo (USA)
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- Marktbericht Öl: US-Rohölbestände (API) unerwartet gefallen 16.2.
- Marktbericht Öl: Sorgen um Unterbrechungen der Öllieferungen aus dem Mittleren Osten 15.2.
- Marktbericht Öl: Situation in Ägypten stützt weiterhin die Preise 9.2.
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