Hohe US-Benzinbestände belasten Handel
Ölpreise global leicht gesunken / Heizölpreise aktuell minus 20 Cent
Singapur/London (comcenture.com) – Die Ölpreise notieren am Donnerstag im elektronischen Handel in Fernost den zweiten Tag in Folge im Minus. Am Morgen verbilligt sich leichtes US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im September um 30 Cent auf 82,24 US-Dollar pro Barrel (159 Liter). Der nächstfällige Future auf Nordseeöl Brent ermäßigt sich aktuell um 19 Cent auf 82,01 Dollar pro Barrel. Gasoil (Basiswert für Heizöl und Dieselkraftstoff) verliert an der Inter Continental Exchange (ICE) in London derzeit 1,50 Dollar auf 692 Dollar pro Tonne. Nach den leichten Verlusten gestern notiert der Euro heute Morgen unverändert zum späten Handel in New York bei aktuell 1,3156 Dollar.
Heizölpreise aktuell 05.08: Heizöl 20 Cent billiger - Die Heizölpreise notieren heute Morgen gegenüber Mittwochnachmittag 20 Cent niedriger. Aktuell kostet leichtes Heizöl bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern und einer Lieferstelle in Deutschland regionalabhängig durchschnittlich 66,40 Euro pro 100 Liter (inkl. Mehrwertsteuer). In Österreich liegt der Durchschnittspreis heute Morgen bei 76,50 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) pro 100 Liter.  Aktuelle Heizölpreise für Ihre PLZ
Der Handel an den internationalen Ölmärkten wird heute Morgen vom gestern erstarkten Dollar und zuletzt gestiegenen Benzin-und Destillatbeständen in den USA belastet. Dabei treten positive Signale zum Zustand der Erholung der US-Wirtschaft in den Hintergrund. Investoren fürchten, der erhoffte Anstieg der Ölnachfrage bei den derzeit hohen Ölbeständen in den Vereinigten Staaten, könnte trotz Konjunkturbelebung ausbleiben.
Der Dollar konnte sich gestern nach guten US-Wirtschaftsdaten aufschwingen, nachdem er am Vormittag gegen den Yen noch vorübergehend auf einem Acht-Monats-Tief notiert hatte.
Positive Konjunkturdaten aus den USA
Der ISM-Dienstleistungsindex in den USA ist im Juli überraschend von 53,8 Punkten im Vormonat auf 54,3 Punkte gestiegen. Der Index gilt als wichtiges Konjunkturbarometer, deckt dieser doch 90 Prozent der Gesamtwirtschaft der Vereinigten Staaten ab.
Wie der Arbeitsmarktdienstleister Automatic Data Processing (ADP) gestern Nachmittag meldete, ist die Zahl der Beschäftigten in der privaten Wirtschaft in den USA zuletzt um 42.000 gestiegen und damit stärker als von Experten erwartet. Marktteilnehmer warten nun auf weitere Arbeitsmarktdaten vom staatlichen Bureau of Labor Statistics (BLS) am Freitag-Nachmittag.
EIA/DOE – Bestandsdaten: US-Rohölbestände sinken
Die US-Rohölbestände sind zuletzt stärker als erwartet gesunken. Wie die US-Energiebehörde (Energy Information Administration/EIA) am Mittwochnachmittag im Zuge der Veröffentlichung des wöchentlichen „Petroleum Status Report“ meldet, reduzierten sich die Vorräte in der vergangenen Woche um 2,78 Millionen Barrel. Experten hatten mit einem Rückgang um 1,5 Millionen Barrel gerechnet.
Die Benzinbestände erhöhten sich zuletzt entgegen der Prognose um 729.000 Barrel. Hier war ein Abbau der Vorräte um 400.000 Barrel erwartet worden.
Destillate verzeichneten laut EIA/DOE einen Bestandszuwachs um 2,2 Millionen Barrel. Damit erhöhten sich die Vorräte an Produkten wie Heizöl und Dieselkraftstoff doppelt so stark wie von Analysten im Vorfeld angenommen.
Die gestern nach Börsenschluss gemeldeten Bestandsdaten des Industrieverbandes API weichen deutlich von denen der US-Energiebehörde ab. API hatte einen Rückgang der Rohölbestände um nur 776.000 Barrel (EIA/DOE: minus 2,2 Mio) gemeldet. Die US-Benzinvorräte seien in der vergangenen Woche laut API um 2,3 Millionen gestiegen (EIA/DOE: plus 700.000). Für die Destillate hatte der Verband eine Zunahme von 1,1 Millionen angegeben.
Die Daten der EIA/DOE genießen im Markt eine höhere Bewertung, da diese auf verpflichtenden Meldungen der US-Ölindustrie beruhen, wogegen sich die Zahlen des API aus freiwilligen Angaben von Raffinerien, Tanklager-und Pipelinebetreibern speisen.  Mehr Details zu den Bestandsdaten
Hurrikan-Saison: Zwei Tiefdruckgebiete aktiv
Im Atlantik bewegen sich aktuell zwei ausgeprägte Tiefdruckgebiete. Eine dieser Wetterformation sind die „Überbleibsel“ von Tropensturm „Colin“, den das National Hurrican Center (NHC) gestern zu einem Tiefdruckgebiet zurückgestuft hatte. Mittlerweile sieht die NHC nach jüngsten Berechnungen jedoch wieder eine 20 prozentige Wahrscheinlichkeit für eine neuerliche Entwicklung zu einem Tropensturm. Ein weiteres Schlechtwettergebiet bewegt sich derzeit über der westlichen Karibik in Richtung Mittelamerika. Für die Öl-und Gasfelder im Golf von Mexiko und an der Golfküste der USA sowie die Terminals in Mexiko besteht derzeit jedoch für die nächsten Tage offensichtlich keine akute Bedrohung.
Mehr zur aktuellen Wettersituation im Atlantik auf der Website des NHC
Aktuelle Marktdaten im Überblick:
Gasoil:Â Â Â Â 692 USD/mt
BRENT:Â Â Â 82,01 USD/Barrel
WTI:Â Â Â Â Â Â Â 82,24 USD/Barrel
Euro:Â Â Â Â Â Â 1,3156(EUR/USD)
Schweizer Franken: 1,0521 (USD/CHF) – 1,3852 (EUR/CHF)
Wirtschaftstermine heute:
13:45 EZB-Zinsentscheid (EWU)
14:30 Anträge auf Erwerbslosenunterstützung
16:30 EIA/DOE-Erdgasbestandsdaten
Comcenture.com ist das Informations- und Handelsportal für die Energie- und Rohstoffmärkte. Schwerpunkte des Webangebotes bilden die Bereiche „Öl & Gas", „Agrar & Forst", „Bioenergie" und „Biokraftstoffe" sowie "Klima & CO2". Nutzer des Informationsangebotes werden schnell, präzise, ansprechend und kostengünstig informiert. Weitere Informationen unter www.comcenture.com
- Marktbericht Öl: Geopolitische Entwicklungen und US-Ölbestandsdaten stützen 17.2.
- Marktbericht Öl: US-Rohölbestände (API) unerwartet gefallen 16.2.
- Marktbericht Öl: Sorgen um Unterbrechungen der Öllieferungen aus dem Mittleren Osten 15.2.
Leserkommentare




Einträge(RSS)
Das GOLDINVEST Informationsportfolio
Twitter
Facebook
RSS
Youtube
Gold-Super-Markt