Euro leicht erholt nach Kursrutsch/Sorgen um Ölnachfrage
Ölpreise sinken den dritten Tag in Folge/ Heizölpreise aktuell: Minus 30 Cent
Singapur/London (comcenture.com) – Die internationalen Ölpreise setzten ihre Abwärtsbewegung auch am Donnerstag fort. Im elektronischen Handel in Asien notiert US-Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) am Morgen 58 Cent oder 0,74 Prozent tiefer als gestern bei aktuell 77,40 Dollar pro Barrel. Europäisches Rohöl Brent verbilligt mit einem Kursabschlag von über einem Prozent auf 76,85 Dollar pro Barrel (-79 Cent). ICE-Gasoil als börsennotierter Referenzwert für Heizöl und Dieselkraftstoff ermäßigt sich gegenüber gestern Abend um 4,50 Dollar auf 654,50 Dollar pro Tonne. Der Euro erholt sich heute Morgen leicht vom Kursrutsch der letzten Tage. Aktuell kostet die Gemeinschaftswährung 1,2911 Dollar.
Heizölpreise aktuell 12.08: Heizöl 30 Cent billiger - Die Heizölpreise notieren heute Morgen gegenüber gestern Nachmittag 30 Cent / 100 Liter niedriger. Die international gesunkenen Ölpreise sowie der über Nacht wieder etwas aufgewertete Euro sorgen für den leichten Preisabschlag.
Aktuell kostet leichtes Heizöl bei einer Abnahmemenge von 3.000 Litern und einer Lieferstelle in Deutschland regionalabhängig durchschnittlich 64,70 Euro pro 100 Liter (inkl. Mehrwertsteuer). In Österreich liegt der Durchschnittspreis heute Morgen bei 74,60 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) pro 100 Liter.
Aktuelle Heizölpreise für Ihre PLZ
Der VEH – Verband für Energiehandel Südwest-Mitte e.V. sieht aktuell unterdessen für Heizölverbraucher einen günstigen Zeitpunkt, um ihren Heizölbedarf zu decken. Aufgrund des starken Winters lag der Verbrauch bis dato 20 Prozent höher, die Tanks seien nunmehr im Schnitt nur noch zu 50 Prozent gefüllt. Auch das Preisniveau sei derzeit moderat. „Vergleicht man aber die Juliwerte der letzten drei Jahre, so liegt der Heizölpreis aktuell immer noch deutlich unter dem Monats-Durchschnitt von 72 Cent pro Liter“, sagte Rudolf Bellersheim, Vorsitzender des VEH in einer Pressemitteilung gestern. Wir erwarten, in den nächsten Monaten ein relativ konstantes Preisniveau zwischen 65 und 75 Cent je Liter, können aber einen weiteren Anstieg nicht ausschließen“, so Bellersheim weiter. Zur Pressemitteilung des VEH
Globale Ölpreise unter Druck
Zum Handelsende gestern verzeichnete US-Rohöl WTI einen Kursverlust von 2,23Â Dollar oder 2,9 Prozent auf 78,02 Dollar pro Barrel. Nordseeöl Brent verzeichnete am Mittwoch mit einem Minus von 1,96 Dollar oder 2,52 Prozent auf 77,64 Dollar ebenfalls deutliche Abschläge. Gasoil als Benchmark für Heizöl und Dieselkraftstoff wurde gestern Abend bei 652,00 Dollar pro Tonne und damit 17,50 Dollar oder 2,7 Prozent tiefer fixiert.
Damit haben die internationalen Ölpreise in den letzten sechs Handelstagen um fünf Dollar oder sechs Prozent nachgegeben.
Auslöser für den Kursrutsch waren laut Marktteilnehmern die deutliche Dollaraufwertung sowie aufkommende Zweifel über die weitere Entwicklung der Ölnachfrage nach unerwartet schwächeren Wirtschaftsdaten aus China und vor allem aus den USA. Auch wenn die Daten aus Peking insgesamt eine stabile Konjunkturerholung signalisieren.  Mehr zum Thema
Der zuletzt überraschend deutliche Anstieg der Bestände an Ölprodukten wie Benzin, Heizöl und Diesel in den Vereinigten Staaten drückte die Stimmung an den Ölmärkten gestern zusätzlich.
EIA/DOE – Bestandsdaten: US-Rohölbestände sinken
Die US-Rohölbestände sind zuletzt stärker als erwartet gesunken. Wie die US-Energiebehörde (Energy Information Administration/EIA) am Mittwochnachmittag im Zuge der Veröffentlichung des wöchentlichen „Petroleum Status Report“ meldet, reduzierten sich die Vorräte in der vergangenen Woche um 3 Millionen Barrel. Experten hatten mit einem Rückgang um 2 Millionen Barrel gerechnet.
Die Benzinbestände erhöhten sich zuletzt laut EIA/DOE um 409.000 Barrel.
Destillate verzeichneten einen Bestandszuwachs um 3,5 Millionen Barrel. Damit erhöhten sich die Vorräte an Produkten wie Heizöl und Dieselkraftstoff dreimal so stark wie von Analysten im Vorfeld angenommen.
Die gestern nach Börsenschluss gemeldeten Bestandsdaten des Industrieverbandes API weichen deutlich von denen der US-Energiebehörde ab. API hatte einen Rückgang der Rohölbestände um nur 2,2 Millionen (EIA/DOE: minus 3 Mio) gemeldet. Die US-Benzinvorräte seien in der vergangenen Woche laut API um 1,5 Millionen gestiegen (EIA/DOE: plus 409.000).
Für die Destillate hatte der Verband eine Zunahme von 2,3 Millionen Barrel angegeben.
Die Daten der EIA/DOE genießen im Markt eine höhere Bewertung, da diese auf verpflichtenden Meldungen der US-Ölindustrie beruhen, wogegen sich die Zahlen des API aus freiwilligen Angaben von Raffinerien, Tanklager-und Pipelinebetreibern speisen
Nach Veröffentlichung der EIA/DOE-Bestandsdaten weiteten die globalen Ölpreise ihre Tagesverluste weiter aus.  Mehr zu den Bestandsdaten
Aktuelle Marktdaten im Überblick:
Gasoil:Â Â Â 654,50 USD/mt
BRENT:Â Â Â 76,85 USD/Barrel
WTI:Â Â Â Â Â Â Â 77,40 USD/Barrel
Euro:Â Â Â Â Â Â 1,2911(EUR/USD)
Schweizer Franken: 1,0578 (USD/CHF) – 1,3657 (EUR/CHF)
Wirtschaftstermine heute:
10:00 ECB Monatsbericht (EU)
11:00 Industrieproduktion (EU)
14:30 Anträge auf Erwerbslosigkeitsunterstützung (USA)
16:30 EIA/DOE Erdgasbericht
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- Marktbericht Öl: Geopolitische Entwicklungen und US-Ölbestandsdaten stützen 17.2.
- Marktbericht Öl: US-Rohölbestände (API) unerwartet gefallen 16.2.
- Marktbericht Öl: Sorgen um Unterbrechungen der Öllieferungen aus dem Mittleren Osten 15.2.
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