Samstag, 04.02.2012

Verunsicherung vor US-Arbeitsmarktdaten und „Earl“
Ölpreise sinken leicht / Heizölpreise im Inland bleiben unverändert

Die Ölpreise sind im frühen Freitagshandel gesunken. In Fernost notiert ein Barrel der führenden US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) am Morgen bei 74,69 Dollar und damit 33 Cent oder 0,44 Prozent niedriger als gestern. Nordseeöl Brent verbilligt sich aktuell um 40 Cent oder 0,52 Prozent auf 76,53 Dollar. Gasoil als Referenzwert für Heizöl und Dieselkraftstoff in Europa wird an der Intercontinental Exchange (ICE) in London mit 652 Dollar gehandelt. Der Euro notiert am Morgen behauptet bei 1,2826 Dollar.

Ölpreise kaum verändert

Ölpreise kaum verändert

Vor den mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten am Freitagnachmittag, verzeichnen die Ölmärkte zum Wochenschluss leichte Verluste. Marktteilnehmern zufolge belasten der erwartete Anstieg der Erwerbslosenrate in den Vereinigten Staaten sowie die Auswirkungen des Hurrikan „Earl“ auf das öffentliche Leben an der Ostküste der USA die Stimmung.

Investoren sorgen sich im Zuge des schwachen Arbeitsmarktes in den USA um die weitere Entwicklung der Nachfrage des weltweit größten Ölverbrauchers. Experten rechnen für den August mit einem Abbau von über 100.000 Arbeitsplätzen außerhalb der Landwirtschaft und einem Anstieg der Erwerbslosenrate auf 9,6 Prozent von zuvor 9,5 Prozent im Juli.

Am Donnerstag hatten positive Wirtschaftsindikatoren die US-Aktienbörsen  und Ölmärkte höher schließen lassen.  So stieg die Zahl ausstehender Hausverkäufe in den USA und signalisierte eine mögliche Stabilisierung des angeschlagenen Immobilienmarktes. Entgegen der Erwartung eines Anstiegs der Erstanträge auf Erwerbslosenunterstützung, fiel die Zahl der Anträge in der vergangenen Woche das zweite Mal in Folge.

Der Immobilien- und Arbeitsmarkt in den USA hat sich von der stärksten Wirtschaftskrise seit dem zweiten Weltkrieg nicht erholen können und gilt bei Ökonomen als die Achillesferse des Aufschwungs und damit der Ölnachfrage in den USA.

Heizölpreise am Freitag zunächst unverändert

Die Heizölpreise notieren heute Morgen gegenüber gestern unverändert.
Am Freitagmorgen kostet Heizöl extra leicht in Standardqualität (DIN 51603-1) bei einer Abnahmemenge von 3000 Litern in Deutschland im Durchschnitt 64,90 Euro pro 100 Liter inklusive Mehrwertsteuer. In Österreich liegt der Heizölpreis aktuell steuerbedingt  höher bei 74,80 Euro pro 100 Liter. In der Schweiz kostet leichtes Heizöl im Referenzraum Zürich heute Morgen bei einer Abnahme von 3.000 Litern 81,10 CHF/100 Liter. Heizölpreise aktuell für Ihre Region

Hurrikan „Earl“ bedroht US-Ostküste

Hurrikan „Earl“ hat etwas abgeschwächt vorgelagerte Inseln des US-Bundesstaates North Carolina erreicht. Mit aktuellen Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern wird sich der Hurrikan gemäß letztem Update des „National Hurrican Center“ (NHC) seinen Weg entlang der Ostküste der USA nordwärts nach Kanada bahnen. In den Bundesstaaten North Carolina, Virginia und Maryland wurde bereits der Notstand ausgerufen.

An den Ölmärkten quittiert man die bereits absehbaren Auswirkungen auf das öffentliche Leben in den nächsten Tagen mit Kursabschlägen. Das bevorstehende Labor-Day- Wochenende markiert traditionell das Ende der Sommerferien und damit der Hauptreisesaison. An diesem Wochenende herrscht normalerweise noch einmal Hochbetrieb auf den Straßen. Familien verbringen die letzten Tage des Sommers dann an den Stränden der Ostküste. „Earl“ macht diesen Plänen einen Strich durch die Rechnung und wird so auch für einen deutlich Rückgang des Benzinverbrauchs in der Region sorgen, befürchten Ölhändler.
Mehr zur aktuellen Wettersituation im Atlantik auf der Website des NHC

Aktuelle Marktdaten im Überblick:


Gasoil: 652,00 USD/Tonne
BRENT: 76,53 USD/Barrel
WTI: 74,69 USD/Barrel
Pegelstand Kaub: 367 cm (-5)
Pegelstand Rheinalle: 661 cm (-13)
Euro: 1,2820(EUR/USD)
Schweizer Franken: 1,0123 (USD/CHF) – 1,2981 (EUR/CHF

Wirtschaftstermine heute:

14:30 Nicht-landwirtschaftliche Erwerbsfähigkeitsänderung (USA)
14:30 Erwerbslosigkeitsrate (USA)
14:30 Durchschnittlicher Stundenverdienst, Durchschnittliche Wochenstunden (USA)

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