Samstag, 11.02.2012

Schwierige Zeiten
Petropavlovsk - Produktionsziel wird zur Herausforderung

Der russische Goldproduzent Petropavlovsk hat am Montag Halbjahreszahlen vorgelegt. Diese zeigen vor allem bei den Gewinndaten deutliche Einbrüche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

In den ersten sechs Monaten des Jahres hat Petropavlovsk (WKN: 570795) einen Umsatzrückgang von 214,1 Millionen Dollar auf 195,7 Millionen Dollar verbucht. Fällt das Minus hier noch moderat aus, zeigen sich die Ergebnisse des Konzerns, der im Osten Russlands schürft, deutlich unter Druck. Vor Einmaleffekten ist der operative Gewinn von 92,5 Millionen Dollar auf 10,7 Millionen Dollar eingebrochen. Das Konzernergebnis liegt mit 55,4 Millionen Dollar im negativen Terrain. In der ersten Jahreshälfte 2009 hat Petropavlovsk noch 74,6 Millionen Dollar verdient. Die Goldförderung ist im gleichen Zeitraum um 26 Prozent auf 166.300 Unzen zurück gegangen.

Deutlich gestiegen sind die Cashkosten je Feinzunze Gold, die sich auf 538 Dollar je Unze deutlich mehr als verdoppelt haben. Petropavlovsk führt dies auf die Förderung niedrig gradiger Goldvorkommen zurück. Zudem haben Aufwendungen in Höhe von 33,1 Millionen Dollar für Abschreibungen auf ein Joint Venture mit Chinalco die Ergebnisentwicklung massiv belastet.

Die Produktionsziele für das zweite Halbjahr seien herausfordernd, heißt es zudem von Seiten des Unternehmens. Man arbeite daran, 2010 zumindest das untere Ende der Erwartungen zu erreichen, was die Goldproduktion angeht: Das liegt bei 670.000 Unzen. Neue Produktionskapazitäten und die Förderung höhergradiger Erze sollen dies möglich machen.

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