Freitag, 24.03.2017
2019 Gewinn von 47 Mio. Dollar erwartet

Pilbara Minerals – Analystenhäuser raten zum Kauf

Die Analysten von Foster Stockbroking haben die Berichterstattung zu der australischen Lithium- und Tantalgesellschaft Pilbara Minerals (WKN A0YGCV / ASX PLS) aufgenommen. Sie sehen erhebliches Potenzial für die Aktie und empfehlen das Papier als „spekulativen Kauf“ mit einem Kursziel von 0,47 AUD auf Sicht von 12 Monaten.

Bohr- und Explorationsaktivitäten auf dem Pilgangoora-Projekt; Foto: Pilbara Minerals

Bohr- und Explorationsaktivitäten auf dem Pilgangoora-Projekt; Foto: Pilbara Minerals

Wie Foster betont, habe Pilbara auf seinem Flaggschiffprojekt Pilgangoora in Western Australia bereits eine dem JORC-Standart (Joint Ore Reserves Committee) entsprechende Ressource von 80,2 Mio. Tonnen zu 1,26% Li2O nachgewiesen. Damit sei Pilgangoora das zweitgrößte Lithiumvorkommen in Hartgestein der Welt nach der Weltklassemine Greenbushes. Im Vergleich zu anderen angehenden Lithiumproduzenten (Hartgestein) weise Pilgangoora eine überdurchschnittliche Größe, Gehalte und unterdurchschnittliche Kosten auf. Zudem verfüge die Lagerstätte soweit bislang bekannt über eine günstige Metallurgie, erklärten die Analysten.

Positiv bewertet Foster auch, das Pilbara Minerals über die Fähigkeit verfüge, Lithium für den gesamten Markt zu liefern, darin eingeschlossen Spodumen mit niedrigem Eisengehalt. Der niedrige Eisengehalt, der in metallurgischen Tests nachgewiesen worden sei, sei ein entscheidender Vorteil, da solches Material im großen Markt für Glas und Keramik stark nachgefragt werde.

Nach Ansicht der Analysten sind Produzenten von Lithium aus Hartgestein im Vorteil, wenn es darum geht, von den hohen Lithiumpreisen zu profitieren und den Nettobarwert zu maximieren, da diese über den Vorteil einer geringen Vorlaufzeit verfügen würden. Hartgesteinproduzenten hätten in der Regel zwar höhere operative Kosten als Soleproduzenten, würden aber geringere anfängliche Investitionskosten und kürzere Vorlaufzeiten aufweisen. Foster schätzt die Cashkosten von Pilgangoora auf 2.544 USD pro Tonne LCE, was nach Aussage der Experten der niedrigste Wert unter den angehenden Lithiumproduzenten wäre und klar in der unteren Hälfte in Bezug auf die gesamte Branche gesehen.

Und laut den Analysten verfügt Pilbara über eine hohe strategische Attraktivität sowie eine hohe Abnahmenachfrage. Die Weltklasselagerstätte könnte nach Ansicht der Experten Interessenten anlocken, die darauf aus seien, ihre Lithiumproduktion angesichts der hohen Preise schnell auszuweiten. Pilbara habe zudem Absichtserklärungen mit verschiedenen Unternehmen unterzeichnet, die mehr als die gesamte geplante Jahresproduktion ausmachen würden. Zudem habe das Unternehmen mit Ken Brinsden, dem ehemaligen CEO von Atlas Iron (WKN A0DNWE), einen sehr erfahrenen Manager an Bord geholt, der über wertvolle Produktionserfahrung in der Region Pilbara verfüge.

Auch Foster Stockbroking geht davon aus, dass die steigende Verbreitung von Elektromobilen die Nachfrage nach Lithium steigen lassen wird. Bis 2020 sei ein Wachstum von 10 bis 12% prognostiziert, so die Analysten. Das Segment mit den höchsten Wachstumszahlen sei der Markt für Batterien für Elektromobile der mit >50% pro Jahr wachse. Verschiedene Quellen würden vorhersagen, dass die Nachfrage nach Lithiumkarbonatäquivalent (LCE) auf Grund des Anstiegs der Batterienachfrage von derzeit 150.000 bis 200.000 Tonnen bis 2025 um weitere 100.000 auf dann 300.000 Tonnen steigen werde. Das bedeute, es würden eigentlich zwei bis sechs neue Greenbushes-Minen benötigt. Diese Aussichten würden reichlich Nachfrage nach dem Produkt von Pilgangoora garantieren, so Foster.

Die Analysten bewerten Pilbara Minerals mit 0,38 AUD je Aktie mit Risikoabschlag und mit 0,61 AUD pro Aktie ohne Risikoabschlag. Die Bewertung werde von einer DCF-Analyse (Discounted Cashflow) für Pilgangoora gestützt, die von anfänglichen Investitionskosten von 180 Mo. AUD, einem anfänglichen Durchsatz von 2 Mio. Tonnen pro Jahr und einer Produktion von 275.000 Tonnen Spodumen bzw. 42.000 Tonnen LCE ausgeht. Foster rechnet damit, dass die Produktion auf Pilgangoora im Kalenderjahr 2018 beginnen wird. Die Experten prognostizieren eine Cashmarge von mehr als 200 USD pro Tonne Spodumen, basieren auf einem Mischpreis von 465 USD pro Tonne Spodumen und C3 Kosten von 238 USD pro Tonne.

Die Analysten sagen Pilbara für das Fiskaljahr 2017 einen anfänglichen Nettogewinn nach Steuern von 5,4 Mio. Dollar voraus, der hauptsächlich aus der Produktion der Tantalmine Tabba Tabba stammen soll. Im Fiskaljahr 2018 sollte Pilbara nach Ansicht von Foster einen Nettogewinn nach Steuern von 28 Mio. Dollar erzielen können, der im Fiskaljahr nach Ansicht der Analysten auf 47 Mio. Dollar steigen und dann hauptsächlich von Pilgangoora stammen sollte.

Angesichts all dessen empfiehlt Foster Stockbroking Pilbara Minerals als Kauf mit einem Kursziel von 0,47 AUD pro Aktie. Das Kursziel beruhe darauf, dass das Projektrisiko von Pilgangoora in dieser Zeit durch Fortschritte mit der Machbarkeitsstudie, bei der Finanzierung und dem Genehmigungsprozess reduziert werde.

Ein noch wesentlich höheres Kursziel geben die Analysten von Beer & Co. aus, die den Wert von Pilbara Minerals bei 0,70 AUD sehen. Sie bewerten die Aktie sogar mit „strong Buy“ bei hohem Risiko.








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