Moto Goldmines Übernahme
Randgold will die Moto-Reserven erhöhen
Bis Jahresende will Markt Bristow, CEO von Randgold Resources, wissen, wie es im Detail mit dem Moto-Goldprojekt in der Demokratischen Republik Kongo ((DRC) weitergeht. Um das zu gewährleisten, hat Bristow sein Team darauf angesetzt, die Machbarkeitsstudie und andere verfügbare Daten zu dem Projekt genau unter die Lupe zu nehmen.
Erst im Juli gelang es Randgold Resources (WKN A0B5ZS) ein Gebot von Konkurrent Red Back Mining für Moto Goldmines (WKN A0ET6S) zu übertrumpfen. Moto Goldmines hält 70 Prozent an dem Projekt in der Demokratischen Republik Kongo und die Aktionäre des kanadischen Unternehmens werden am 9. Oktober über die Akquisition durch Randgold abstimmen.
Zwar habe das derzeitige Management-Team gute Arbeit bei der Entwicklung des Projekts geleistet, doch Bristow will sehen, was sein Team bei der Prüfung der technischen Daten zu der Liegenschaft herausfinden kann. Ein Bereich, der seiner Ansicht nach angegangen werden muss, ist der große Unterschied zwischen den Ressourcen und den Reserven auf dem Moto-Projekt.
Das Goldprojekt, an dem die Regierung der DRK die restlichen 30 Prozent hält, verfügt über mehr als 22 Millionen Unzen der Kategorien „angezeigt“ und „geschlussfolgert“, aber „nur“ 5,5 Millionen Unzen an Reserven. Wobei „nur“ natürlich relativ zu sehen ist. Dennoch wäre es Bristow zufolge ein wichtiger Schritt, vielleicht 10 Millionen dieser zusätzlichen Ressourcen in Reserven umwandeln zu können.
Randgold verfügt bereits über zwei große Goldminen in Afrika und rechnet damit, eine dritte Ende des kommenden Jahres in Betrieb nehmen zu können. Wie Bristow erklärt, sieht er keinen Vorteil darin klein anzufangen. Man sollte am besten mit einer Vererzung von angemessener Größe beginnen. Seiner Ansicht nach sei das einer der großen Fehler, den viele Minenfirmen in den vergangenen Jahren in Afrika begangen hätten.
Die Herausforderung bestehe nun darin, die angemessene Größe für das Moto-Projekt zu finden. Die aktuellste Machbarkeitsstudie, die im März veröffentlicht wurde, geht von einer durchschnittlichen Produktion von 484.000 Gold pro Jahr in den ersten fünf Jahren aus, geht dann aber bis zum achten Jahr auf 325.000 Unzen zurück und erwartet ab dem zwölften Jahr des auf 16 Jahre geschätzten Minenlebens nur noch von 136.000 Unzen aus.
Nach Aussage von Bristow würde man es vorziehen, dieses Profil über einen wesentlich längeren Zeitraum auszubauen, als die bisherigen Daten das erlauben. Bereits seit einigen Wochen arbeiten Randgold-Mitarbeiter mit dem Management-Team von Moto eben daran.
Nach der Abstimmung der Aktionäre und nach Abschluss der Transaktion wird Randgold seine Sicht des Projekts bekannt geben, und auf einem Board-Meeting ein Budget für den Rests des Jahres vorlegen.
Das Ziel sei es, bis Ende des Jahres alle notwendigen Prüfungen abgeschlossen und alle Fragen beantwortet zu haben, um den Partnern und Aktionären ein klares Ziel aufzeigen zu können.
Randgold bietet den Moto-Aktionären entweder 0,07061 Randgold-Aktien oder 4,47 Dollar für jede Moto-Aktie, wobei die Cash-Komponente auf insgesamt 244 Millionen Dollar begrenzt ist.
Bristow hat zudem eine zusätzliche Vereinbarung mit dem größeren Wettbewerber AngloGold Ashanti (WKN 164180) abgeschlossen, der für eine 50-prozentige Beteiligung an Moto die Barkomponente der Transaktion finanzieren wird.
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Schlagworte: Demokratische Republik Kongo, DRC, Entwicklung, Gold, Machbarkeitsstudie, Moto Goldmines, Randgold Resources
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