The Gold Company
Samstag, 20.09.2014
China teilt zu

Seltene Erden - Erste Tranche steht fest

China bleibt beim Export von Seltenen Erden restriktiv. Wie viel die jüngsten Ankündigungen zählen, kann man noch nicht abschätzen.

Blick auf das Areal des Seltene Erden-Projekts  Eldor von Commerce Resources

Blick auf das Areal des Seltene Erden-Projekts Eldor von Commerce Resources

Seltene Erden bleiben weiterhin knapp. Die Industrie der westlichen Länder benötigt die 17 Rohstoffe für die Herstellung einer Vielzahl von Produkten. Doch der weltgrößte Produzent, China, lässt längst nicht so viele Rohstoffe aus seinem Land, wie sich dies die Industriegiganten wünschen. 95 Prozent aller Funde stammen aus dem Reich der Mitte, es wird noch einige Zeit dauern, bis sich daran etwas ändert. Unter anderem in den USA und Australien werden momentan neue Minen errichtet. Noch kann aber China den Markt beeinflussen, was sich auch auf die Preise auswirkt.

2011 wollte das Land 30.184 Tonnen der Erden exportieren, auf diese Menge war die Quote festgelegt worden. Bis Ende November wurden jedoch nur 14.750 Tonnen ausgeführt. Die Differenz erklärten die Chinesen dadurch, dass man die Kontrollen verstärkt hat und illegale Aktivitäten im Sektor gestoppt hat. Zudem legt man mehr Wert auf Umweltschutz. Eine Reihe von Minen wurde im vergangenen Jahr vorübergehend geschlossen. Dort muss nachgebessert werden, bevor die Förderung wieder aufgenommen werden kann.

So erklärt sich, warum die erste Tranche der neuen Fördermenge, die chinesische Behörden für 2012 freigeben, so niedrig liegt. Viele Unternehmen haben noch keine Ausfuhrerlaubnis erhalten. Die Zuteilung erfolgt erst, wenn diese ihre Hausaufgaben gemacht haben. In der ersten Runde dürfen chinesische Produzenten 10.546 Tonnen der begehrten Rohstoffe ausführen. Wann diese Zahl aufgestockt wird, ist noch unklar. Selbst der größte Produzent des Landes, Baotou Rare Earth, hat noch keine Zuteilung erhalten, erst müssen dort die erforderten Veränderungen durchgeführt werden.

Mit der Bekanntgabe der ersten Tranche geben die Behörden zugleich eine vorsichtige Entwarnung. Man will die Ausfuhrquote auf Vorjahreshöhe belassen. Es sollen keine neuen Kürzungen, wie in den Vorjahren üblich, durchgeführt werden. Eine genaue Analyse dieser Behauptung ist jedoch erst dann möglich, wenn alle Fakten auf dem Tisch liegen. So muss ins Kleingedruckte geschaut werden, wie viel von welchen Rohstoffen ausgeführt werden soll. Zudem muss man immer im Hinterkopf haben, dass China durch diese restriktive Politik Druck auf die Weiterverarbeiter ausüben will. Es ist den Behörden daran gelegen, die Produktion von Hightech-Produkten ins eigene Land zu verlagern. Hier sind die Zuteilungsmengen für Seltene Erden nämlich nicht so hart wie im Ausland.






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