Samstag, 11.02.2012

World Steel Association
Stahlnachfrage schon 2010 wieder auf Vorkrisenniveau

Nach Untersuchungen der World Steel Association sollte die weltweite Stahlnachfrage bereits im kommenden Jahr wieder ein Niveau wie vor Ausbruch der globalen Wirtschaftskrise erreichen.

Stahl gehört zu den wichtigsten Exportgütern Deutschlands, Foto: welt.de

Stahl gehört zu den wichtigsten Exportgütern Deutschlands, Foto: welt.de

Nach Untersuchungen der World Steel Association sollte die weltweite Stahlnachfrage bereits im kommenden Jahr wieder ein Niveau wie vor Ausbruch der globalen Wirtschaftskrise erreichen.

Die Experten gehen für 2010 von einem Anstieg des Stahlverbrauchs um mehr als 9 Prozent aus, nachdem bereits im laufenden Jahr der Rückgang mit 8,6 Prozent nicht so schwer ausgefallen sei wie erwartet – vor allem auf Grund des starken Wachstums in China.

China, mit Abstand der größte Stahlproduzent weltweit, sollte im laufenden Jahr einen Anstieg des Stahlverbrauchs um 18,8 Prozent auf 526 Millionen Tonnen verzeichnen, erklärte die World Steel Association am heutigen Montag. Bisher waren die Experten von einem Nachfragerückgang von 5 Prozent ausgegangen.

Noch im April hatte die World Steel Association mit einem Rückgang der Nachfrage weltweit von 14,1 Prozent gerechnet. Nun aber sind die Experten der Ansicht, dass die Erholung der Wirtschaft stärker ausfalle als damals gedacht. Der neuen Prognose zufolge werde China 2009 einen Nachfrage-Rebound von 19 und 2010 von 5 Prozent erleben. Global werde die Nachfrage im kommenden Jahr um 9,2 Prozent auf 1,206 Milliarden Tonnen steigen.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hatte 2009 zu einem starken Einbruch der Stahlnachfrage geführt und die Gewinn auch von Branchengrößen wie ArcelorMittal in Mitleidenschaft gezogen. Doch in China stieg die Produktion deutlich an, da die Regierung in Peking ein gigantisches Infrastrukturprogramm auflegte.

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