The Gold Company
Samstag, 30.07.2016
Sprott Global Resource Investments

Warum Westafrika für Goldentdeckungen prädestiniert ist

Andy Jackson, Chefgeologe bei Sprott Global Resource Investments, konzentriert sich bei seiner Suche nach Chancen im Rohstoffsektor verstärkt auf Westafrika. Denn auch die Unternehmen der Goldbranche investieren einen erheblichen Teil ihrer Explorationsbudgets in dieser Region.

Die Kibali Goldmine von Randgold Resources in der Demokratischen Republic Kongo (DRC) - Foto: Randgold Resources Limited

Die Kibali Goldmine von Randgold Resources in der Demokratischen Republic Kongo (DRC) - Foto: Randgold Resources Limited

Und das nicht ohne Grund. Denn wie Jackson ausführt, wurden in den letzten fünf bis zehn Jahren in Westafrika mehr Goldfunde getätigt als in jedem anderen Teil der Welt. Abgesehen davon, dass Westafrika die richtige Geologie für Goldvorkommen aufweist, hat Jackson noch einen zweiten Grund, sich auf die Region zu konzentrieren und zwar, dass Westafrika ein politisch vergleichsweise stabiler Teil Afrikas ist.

Zwei Gebiete betrachtet der Experte dabei als besonders interessant: zum einen den so genannten Kinieba Inlier, der im Osten Senegals und im Westen Malis liegt, sowie den Grünsteingürtel South Houndé in Burkina Faso. Beide bestehen aus dem Gestein, aus dem ein Großteil der bestehenden Goldproduktion in Westafrika erfolgt. Jackson gefällt am South Houndé-Gürtel insbesondere, dass er noch vergleichsweise wenig erkundet wurde. Das sei darauf zurückzuführen, dass er von Erdreich bedeckt sei, was die Exploration schwieriger mache, da man an der Oberfläche bei der Kartierung kaum Gestein erkennen könne.

Und Burkina Faso ist laut Jackson – zumindest seit 2011 – politisch stabil mit einer guten Regierung, insbesondere im Vergleich zu vielen anderen Teilen Afrikas. Wie der Experte weiter ausführt, ist die Infrastruktur dort einigermaßen vernünftig, wenn auch nicht perfekt. Massengüter wie Eisenerz dort zu produzieren sei auf Grund des fehlenden Zugangs zu Seetransportwegen keine gute Idee, für die Goldproduktion aber sei das kein Problem. Die Barren könnten vergleichsweise einfach per Laster und Flugzeug abtransportiert werden.

Ein Unternehmen, das eben auf dem South Houndé-Gürtel in Burkina Faso aktiv ist, ist übrigens die kanadische Sarama Resources (WKN A1JPHS / TSX-V SWA), über die wir auf www.goldinvest.de bereits ausführlich berichtet haben. Sarama, das Unternehmen wird von dem Team geleitet, das Moto Goldmines bis zur Übernahme durch Randgold Resources (WKN A0B5ZS) und AngoGold Ashanti (WKN 164180) entwickelte, hat auf seinem Projekt South Houndé-Projekt bereits eine Ressource von rund 1,5 Mio. Unzen Gold nachgewiesen, die man derzeit weiter entwickelt. (Weiter Informationen zu Sarama Resources finden Sie HIER)

Auch der Senegal ist laut Jackson einigermaßen stabil und dort habe man Zugang zur Küste, was bedeute, dass man Equipment und Produkte vergleichsweise einfach ein- bzw. ausführen kann.

Auch im Westen und Südwesten von Mali ist die Infrastruktur dem Experten zufolge „akzeptabel“. Der Bürgerkrieg im Nordosten des Landes und eine Periode instabile Regierung hatten Jackson zufolge kaum Auswirkungen auf die Explorationsfirmen, die im Südwesten des Landes tätig sind. Der Nordosten Malis, in dem islamistische Separatisten und Touareg-Gruppen aktiv sind, dürfte allerdings länger ein Problem darstellen, erläutert der Experte, doch im Südwesten könne man sich recht sicher fühlen.

In den meisten Ländern sei die Regierung auf die eine oder andere Art an den Projekten beteiligt, in der Regel in Höhe von 10% oder ähnlich, so der Experte. Das gehöre einfach dazu, wenn man in diesen Regionen Geschäfte machen wolle. Die Bürger sind in der Regel arm und zahlen nicht viele Steuern, sodass der Bergbau eine der wenigen Einnahmequellen ist, auf die sich die Regierungen verlassen können, sodass sie in der Regel auch ihren – nicht zu knappen – Anteil verlangen, führt Jackson weiter aus.

Nach Ansicht des Sprott-Experten klingen diese Länder vielleicht von außen gesehen abgelegen, sehr exotisch und gefährlich, doch wenn man erst einmal vor Ort sei, sei es das keinesfalls. Er fühle sich sehr selten bedroht und wenn man mit den richtigen Leuten rede, würden die Dinge auch erledigt. Auch wenn es eine Weile dauern könne.






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