Montag, 30.05.2016
Dundee Capital Markets

Wellgreen Capital – Kursziel von 1,20 CAD bekräftigt

Anfang November bot der chilenische Buntmetallproduzent Antofagasta (WKN 867578) 0,45 Dollar pro Aktie für die kanadische Duluth Metals (WKN A0LEK6), um deren 60%ige Beteiligung an der Kupfer-, Nickel- und Platingruppenmetalllagerstätte Twin Metals zu erlangen. Die Analysten von Dundee Capital Markets nahmen das zum Anlass, die Ähnlichkeiten und die Attraktivität der Wellgreen-Lagerstätte von Wellgreen Platinum (WKN A1XBAJ) im Vergleich zu Twin Metals aufzuzeigen.

Unterirdische Bohrung auf dem Wellgreen-Projekt; Foto: Wellgreen Platinum

Unterirdische Bohrung auf dem Wellgreen-Projekt; Foto: Wellgreen Platinum

Denn auch bei Wellgreen handle es sich, so die Experten, um eine große, polymetallische Lagerstätte mit erheblichem Potenzial auf Metalle der Platingruppe (PGM) in einer stabilen Jurisdiktion. Wie Dundee ausführte, zahle Antofagasta das 0,46fache des Nettovermögenswerts für Duluth. Das liege deutlich über dem Durchschnittswert sowohl für Buntmetall- als auch PGM-Projektentwickler, die derzeit mit dem 0,23fachen bzw. dem 0,38fachen gehandelt würden. Das zeige, dass ein Markt sowohl für polymetallische als auch Einzelmetallprojekte bestehe.

Das Kursziel von Dundee Capital für Wellgreen von 1,20 CAD basiere beispielsweise auf dem Faktor 0,3 in Bezug auf den errechneten Nettovermögenswert von 3,97 CAD pro Aktie. Bei einem Faktor von 0,46 würde das Kursziel für die Wellgreen-Aktie hingegen bei 1,85 CAD liegen.

Nach Ansicht der Analysten sind diese polymetallischen Projekte insbesondere interessant, da sie eine Quelle für Metalle der Platingruppe außerhalb Südafrikas (größter Platinproduzent und zweitgrößter Palladiumproduzent der Welt) darstellen. Sowohl die Twin Metals- als auch die Wellgreen-Lagerstätte weisen nach Ansicht von Dundee moderate Nickel-, Kupfer- und Platingruppenmetallgehalte auf, die aber auf Äquivalentbasis überzeugen ausfallen würden. Zwar sei Twin Metals erheblich größer und verfüge über mehr als das Doppelte an enthaltenem Metall, doch sei der Kupferanteil dieser Lagerstätte groß, während bei Wellgreen Nickel und die PGMs überwiegen würden.

Die Experten glauben zudem, dass Wellgreen eine bessere Wirtschaftlichkeit aufweisen sein dürfte. Die vorläufige Machbarkeitsstudie von Duluth aus diesem Jahr weise einen Nettobarwert nach Steuern von 257 Mio. USD bei einem Abschlag von 10% aus sowie einen internen Zinsfuß von 11,4% bei einem Untertagebetrieb mit einer Kapazität von 50.000 Tonnen pro Tag. Zudem seien die Investitionskosten mit 2,7 Mrd. Dollar sehr hoch und die Preisannahmen der Studie auch höher als die von Dundee. Für Wellgreen errechnen die Analysten hingegen einen Nettobarwert (mit einem Abschlag von 12%) von 668 Mio. Dollar bei einer Kapazität von 25.000 Tonnen pro Tag, die später auf 40.000 Tonnen pro Tag gesteigert wird. Zudem geht Dundee hier von wesentlich geringeren anfänglichen Investitionskosten von „nur“ 558 Mio. Dollar aus.

Dundee Capital Markets weist zudem darauf hin, dass beide Lagerstätten über das Potenzial verfügen, zu beachtlichen Platingruppenmetallproduzenten zu werden. Bei Wellgreen sei eine Jahresproduktion von 150.000 Unzen an PGM und Gold möglich, bei Twin Metals sogar von 338.000 Unzen.

Insgesamt ist Dundee Capital der Ansicht, dass Antofogastas Übernahme von Duluth Metals wegen des Twin Metals-Projekts zeigt, dass Minenunternehmen mit Ahnung von der Materie in polymetallischen Projekten wie Wellgreen Chancen sehen. Die Analysten selbst betrachten Wellgreen Platinum als „spekulativen Kauf“ und bekräftigen ihr Kursziel von 1,20 CAD pro Aktie – basierend auf dem 0,3fachen des von ihnen geschätzten Nettovermögenswerts. Sie gehen zudem davon aus, dass dieser Faktor steigen wird, wenn Wellgreen Platinum das Projekt vorantreibt und dessen Risiko senkt.






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