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Wenn man sich die Kursverläufe der Lithiumgesellschaften weltweit im vergangenen Jahr ansieht, könnte man meinen, der Elektromobilitätstrend ist vorbei, bevor er richtig begonnen hat. Selbst Produzenten wie Albemarle (WKN 890167), Orocobre (WKN A0M61S) und neuerdings auch Pilbara Minerals (WKN A0YGCV) mussten kräftig Federn lassen – vom Segment der Explorer ganz zu schweigen.

Tatsächlich aber scheint die Lage am Markt eine andere zu sein, als sie diese Kursverläufe es suggerieren. Darauf deutet nicht zuletzt hin, dass Pilbara Minerals erst kürzlich ohne große Schwierigkeiten Hunderte Millionen Dollar zusammenbekam, um die Expansion der Produktionskapazität seiner Pilgangoora-Mine zu finanzieren.

Auch die Branchenexperten von Roskill erwarten weiterhin ein starkes Nachfragewachstum im Markt für Lithium-Ionen-Batterien, getrieben von der sich immer weiter beschleunigenden Produktion von Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie der Verwendung solcher Batterien als Energiespeichermedien. Der Übergang von einem Markt, der von Batterien für tragbare Elektronikgeräte dominiert wurde, zu einem Markt, in dem Lithium-Ionen-Batterien für Elektromobile und Energiespeicher die Hauptrolle spielen, führt zu dem dazu, dass größere Batterien mit höheren Anforderungen an Kapazität, Lebensdauer und Verlässlichkeit benötigt werden – und damit mehr Rohstoffe wie Lithium, Kobalt aber auch Nickel.

Zudem erfordert das prognostizierte starke Nachfragewachstum bei lithium-Ionen-Batterien die Herstellung zahlreicher Einzelkomponenten, die zur Produktion einer Lithium-Ionen-Batteriezelle benötigt werden, so Roskill weiter. Dazu gehören Kathoden, Anoden, Separatoren (Stichwort HPA!), Elektrolytsalze und Lösungen, Kupfer- und Aluminiumfolien, Verbinder und Hüllen für die Zellen, die alle verschiedenste Materialien und Branchenexpertise erfordern. Die Lieferketten und Produktionsprozesse für diese Materialien sind lang und komplex und umfassen zahlreichen Schritte. Mehr als 150 etablierte Unternehmen stellen die neun wichtigsten Komponenten für das Batterieendprodukt her, erläutern die Experten weiter.

Das Zentrum der Lithium-Ionen-Batterielieferkette liegt nach Aussage von Roskill dabei im asiatischen Markt, wo mehr als 87% der beobachteten Batteriehersteller ansässig seien. Allerdings gebe es auch Pläne mehrerer Produzenten, neue Produktionsanlagen in Europa und den USA zu errichten. Diese Expansionen werden sich schlussendlich an die entstehende Nachfrage speziell aus der Automobilindustrie anpassen, hieß es weiter. Dennoch müsse man, was viele Marktanalysen vernachlässigen würden, neben reinen „Plug-In“-Elektromobilen auch andere Arten von Elektrofahrzeugen berücksichtigen, um eine bessere Perspektive zur Nachfrage zu erhalten.

Roskill betont, dass Veränderungen in den gesetzlichen Rahmenbedingungen die Entwicklung und Marktdurchsetzung von Elektromobilen beschleunigt hätten. Emissionsstandards, Subventionen und Kaufanreize sowie potenzielle Verkaufsverbote von Automobilen mit Verbrennungsmotoren würden die Investitionsentscheidungen der Automobilhersteller, die Palette zukünftiger Modelle und die Entscheidungen der Verbraucher beeinflussen

Und die Analysten sind zudem der Ansicht, dass dieser Trend nicht mehr umkehrbar ist! Die Original- und Komponentenhersteller hätten schließlich bereits stark in Produktionsinfrastruktur sowie Forschungs- und Entwicklungskapazitäten für Elektromobile investiert. Der Transport- und der Energiesektor müssten „sauberer“ werden und derzeit seien Lithium-Ionen-Batterien das geeignetste Instrument, um dieses Ziel zu erreichen.

2018 sei abermals China der größte Markt für Elektromobile gewesen, wobei der Absatz zum ersten Mal die Marke von 1 Mio. Einheiten übertroffen habe. Die Volksrepublik hat Produktion und Verkauf von Elektromobilen im Heimatmarkt mit Subventionen und Kaufanreizen gestützt. Im Januar dieses Jahres wurden diese so angepasst, dass die Vorteile beim Kauf von Elektroautos mit geringerer Reichweite (unter 200 Kilometer) geringer ausfallen. Nun richten sich die Hersteller verstärkt auf Fahrzeuge aus, die eine größere Reichweite bieten, sodass die Anforderungen an die Lithium-Ionen-Batterien und die Nachfrage nach den Rohstoffen für den Herstellung sich stetig verändern.

Die Nachfrage nach den für Lithium-Ionen-Batterien benötigten Rohstoffen sollte nach Ansicht der Experten von Roskill angesichts der wachsenden Volumina und der steigenden Anforderungen an die Batteriekomponenten so „exponentiell“ steigen. Die Lithiumnachfrage aus dem Batteriesektor werde deshalb bis 2028 um 26% pro Jahr steigen und damit von 136.700 Tonnen Lithiumkarbonatäquivalent (LCE) auf mehr als 1,4 Mio. Tonnen LCE zulegen! Auch die Nachfrage nach Kobalt und Nickel werde ein beträchtliches Wachstum erfahren, obwohl bei diesen Rohstoffen das Angebot an Ausgangsmaterial „kompromittiert“ sein könne. Darüber hinaus könnten bei diesen und anderen – ausreichend vorhandenen – Materialien wie Graphit und Kupfer Engpässe bei der Weiterverarbeitung zu batteriefähigem Material entstehen, glaubt Roskill.

Alles in Allem also sind, um unsere Ausgangsthese wieder aufzunehmen, die Aussichten für die im Bereich der Batterierohstoffe aktiven Unternehmen (Lithium, Kobalt, Nickel, Kupfer, Vanadium) bei Weitem nicht so schlecht, wie es die Kursverläufe suggerieren. Was auch daran zu erkennen ist, dass teilweise schon deutliche Kurserholungen eingesetzt haben, wie zum Beispiel bei der kanadischen Advantage Lithium (WKN A2AQ6C) über die wir erst gestern berichteten. Das Unternehmen entwickelt im Joint Venture mit Orocobre das Cauchari-Projekt in Argentinien und ist damit schon weit ortgeschritten.

Aber auch für beispielsweise die kleine Portofino Resources (WKN A2DVP6), die ebenfalls im argentinischen Lithiumsektor aktiv ist – allerdings noch ganz am Anfang steht – oder die Kobaltexplorer Taruga Minerals (WKN A1JR5G) und Go Cobalt Mining (WKN A2JN3N) bestehen unserer Ansicht nach mindestens mittel- und langfristig gute Perspektiven.

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