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Der kanadische Cannabisproduzent und Branchenführer Canopy Growth (TSX WEED / WKN A140QA) meldete gestern nach Börsenschluss einen Umsatz, der die Erwartungen der Analysten übertraf. Allerdings sank der Absatz im Bereich Cannabis als Genussmittel und die Verluste vielen deutlich höher aus.

Die Analystengemeinde rechnete für das Quartal mit einem Verlust von 0,17 USD bzw. 0,22 CAD je Aktie bei einem Umsatzanstieg auf 71 Mio. USD bzw. 93,67 Mio. CAD. Beim Umsatz übertraf Canopy die Konsensschätzung mit 94,1 Mio. CAD – ein Anstieg von 13% zum Vorquartal – knapp. Der Nettoverlust lag bei 323 Mio. CAD oder 98 Cent pro Aktie nach einem Minus von 54,4 Mio. CAD im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Allerdings waren 130 Mio. CAD davon Buchverluste.

Der Umsatz aus dem Verkauf von Cannabis als Genussmittel fiel von 71,6 Mio. CAD im Vorquartal auf 68,9 Mio. CAD. Insgesamt verkaufte Canopy während des Quartals 9.326 Kilogramm Cannabis. Im vorangegangenen Quartal waren es noch 10.102 Kilogramm. Im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres rechnet der Konzern mit einem Anstieg der Ernte auf 34.000 Kilogramm.

Die Aktie von Canopy Growth legte nachbörslich leicht zu, doch wurde der Quartalsbericht kurz vor 20:00 Uhr und damit kurz vor Ende des nachbörslichen Handels veröffentlicht. Auf dem aktuellen Niveau hat das Unternehmen eine Marktkapitalisierung von knapp 20 Mio. CAD. Viele Marihuana-Aktien weisen derzeit ähnliche Zahlen aus, da der Fokus derzeit vor allem darauf liegt, in Staaten, die die Cannabis legalisiert haben, Marktanteile zu gewinnen.

Canopy hat zudem in Kanada damit zu kämpfen, dass das Angebot derzeit noch knapp ist, was zusammen mit anderen Problemen zu einem langsameren Umsatzwachstum führt als Investoren sich erhofft hatten.

In der für heute angesetzten Telefonkonferenz wird sich der Konzern vermutlich Fragen darüber gegenübersehen, wie sich die jüngst veröffentlichten Vorschriften für Produkte wie Cannabislebensmittel, Getränke und Verdampfungsgeräten auswirken werden, die in Kanada noch dieses Jahr legalisiert werden sollen. Diese Vorschriften begrenzen unter anderem die Menge an THC in einer Packung Lebensmittel – oder ungefähr einem Sixpack bei Getränken – auf 10 Milligramm.

Auch Fragen zur Fähigkeit des Unternehmens, die Nachfrage nach diesen neuen Produkten angesichts der aktuellen Produktionsengpässe zu bedienen, dürften auf der Tagesordnung stehen. Kanada hatte im Oktober 2018 getrocknete Blüten, Joints, Tinkturen und Kapseln legalisiert.

Was die Finanzmittel angeht steht Canopy nach wie vor gut da. Constellation Brands (WKN 871918), der Konzern, der unter anderem die Biermarke Corona herstellt, hatte ursprünglich 2017 in Canopy investiert, um mit Cannabis versetzte Getränke zu entwickeln. Als Constellation Brands im vergangenen Jahr weitere 4 Mrd. Dollar in Canopy investierte, erklärte man aber, man werde alle Produkte des Unternehmens unterstützen.

Zuletzt hatten die Zahlen von Konkurrent Hexo (WKN A2N455) enttäuscht, da der Umsatz des dritten Geschäftsquartals zum Vorquartal zurückging. Das hatte die Aktie auf Talfahrt geschickt. Auch Aphria (WKN A12HM0), ein weiteres Branchenschwergewicht, geriet im April unter Druck nachdem die Ergebnisse die Erwartungen verfehlten. Lieferengpässe führten dazu, dass weniger Kilogramm Marihuana verkauft wurden und auch die steigenden Kosten wirkten sich negativ auf die Zahlen aus.

Die Hoffnungen für Canopy liegen ohnehin auf dem US-Geschäft, das allein nach Ansicht von Analysten (wir berichteten) die aktuelle Marktkapitalisierung des Unternehmens rechtfertigt. Immerhin gab es von dieser Seite Fortschritte, nachdem nun auch die Aktionäre von Acreage Holdings (WKN A2N9K9) der geplanten Fusion zustimmten. Laut diesem Deal, der zuerst im April veröffentlicht wurde, erhält Canopy das Recht, Acreage für 3,4 Mrd. USD zu übernehmen, falls die US-Regierung Cannabis auf Bundesebene legalisiert.

Canopy hält zudem eine Lizenz zur Produktion von Hanf im Staat New York und will dort zwischen 100 und 150 Mio. Dollar in eine entsprechende Anlage investieren. In anderen US-Bundesstaaten will man zudem insgesamt bis zu 500 Mio. Dollar in die Hanfproduktion investieren. Hanf wurde in den USA 2018 mit der so genannten Farm Bill legalisiert. Bis Ende des Geschäftsjahres 2020 will Canopy dann aus Hanf hergestellte CBD-Produkte in den USA im Verkauf haben.

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