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Wie es scheint, könnte ein weiterer Rohstoff von der Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten profitieren – Diamanten.

Zumindest kurzfristig dürfte sich der „Trump-Effekt“ positiv auswirken, glaubt zumindest Bruce Cleaver, CEO des größten Diamantproduzenten der Welt De Beers. Niedrigere Steuern und mehr Jobs würden ein höheres, verfügbares Einkommen in den USA bedeuten und das wiederum würde zu mehr Diamantkäufen führen, so Cleaver gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg.

Sollte die Politik des angehenden Präsidenten der USA tatsächlich zu einer verstärkten Nachfrage nach Luxusgütern führen, könnte das die moderate Erholung, die dem Diamantsektor prognostiziert wird, verstärken, erklärte der De Beers-Chef. De Beers, das Unternehmen gehört zum Rohstoffkonzern Anglo American (WKN A0MUKL), erwartet für das laufende Jahr vor allem auf Grund der Stärke des US-Dollars einen in etwa gleichbleibenden oder etwas niedrigeren Absatz gefolgt von einem „kleinen“ Anstieg im kommenden Jahr.

Für die ersten sechs Monate 2016 meldete De Beers einen Preisrückgang von rund 7%, während die Preise für geschliffene Diamanten im zweiten Halbjahr einigermaßen stabil gewesen seien, so Cleaver zu Bloomberg.

Längerfristig aber glaubt man bei De Beers, dass der Markt durch die Aussicht auf einen Anstieg der Nachfrage, die das Angebotswachstum 2018 oder 2019 übersteigen könnte, gestützt werde. Die Exploration sei schwierig und es seien keine Entdeckungen bekannt, bei denen abzusehen sei, dass sie etwas an der flachen Angebotskurve ändern könnten.

Industrierohstoffe wie Kupfer oder Eisenerz hatten nach der Wahl in den USA eine Rallye hingelegt oder ausgebaut, nachdem die Anleger sich auf die zusätzliche Nachfrage aus bis zu 1 Mrd. Dollar an Investitionen in die Infrastruktur konzentrierten, die Trump im Wahlkampf angekündigt hatte.

Und Deregulierung mag zwar im Allgemeinen gut für das Geschäft sein, die Frage ist allerdings, welche Auswirkungen die Politik von Trump auf den Rest der Welt haben werde, so Cleaver, da ein stärkerer Dollar Rohstoffe in anderen Währungen teurer mache.

Der De Beers-CEO rechnet mit einer gewissen Konsolidierung im Schneide-, Schleif- und Privatkundengeschäft mit Diamanten, hält aber Akquisitionen unter Diamantproduzenten für unwahrscheinlich.

Große Chancen, die Nachfrage nach Diamanten zu steigern sieht Cleaver in China und Indien. Die wachsende Mittelschicht in solchen Ländern bedeute eine immer größere Käuferschicht für Diamanten, erklärte er.

 

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