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Gold hat zum Ende der vergangenen Woche keine besondere Stärke gezeigt. Und diese Schwäche könnte sich kurzfristig fortsetzen, da der Goldpreis nicht nur kein neues Jahreshoch erreichen, sondern auch den Ausbruch über den sechsjährigen Abwärtstrend nicht halten konnte. Auch der Silberpreis sah das Ende einer vierwöchigen Gewinnsträhne und gab gegenüber der Vorwoche deutlich ab.

Einige Analysten sind der Ansicht, dass der Goldmarkt zu schnell vorgeprescht ist, als die Rallye der vergangenen Woche den Preis für eine Unze des gelben Metalls in Richtung 1.300 USD pro Unze führte. Experten wiesen darauf hin, dass der US-Dollar im Vorfeld des Fed-Treffens diese Woche wieder Aufschwung erhalten könnte, da sich Euro und Britisches Pfund schwächer zeigten. Und ein stärkerer US-Dollar ist starker Gegenwind für den Goldpreis.

Selbst eine Zinsanhebung in der nächsten Woche, bei der die US-Notenbank andeutet, dass sich das Tempo weiterer Zinserhöhungen verlangsamen wird, könnte nach Ansicht einiger Analysten nicht ausreichen, den Goldpreis anzuschieben. Denn, so die Experten von CMC Markets, eine solche Aussage der Fed, dürfte bereits eingepreist sein.

CMC erwartet zwar kurzfristig einen Goldpreisrückgang, bleibt aber langfristig positiv für das goldene Metall eingestellt und sieht Rückgänge als Kaufgelegenheiten. Die Experten wären nicht überrascht, sollte Gold erst einmal die Unterstützung des 200tägigen gleitenden Durchschnitts bei 1.252 USD pro Unze testen. Trotz kurzfristiger Schwäche, befinde sich Gold in einem steigenden Aufwärtstrend. Die wirtschaftlichen und geopolitischen Risiken würden Richtung Herbst weiter steigen und das sei langfristig bullish für Gold.

Auch die Analysten von DailyFX.com erwarten Kitco News zufolge kurzfristig einen Rückgang des Goldpreises, sehen die aktuelle Korrektur aber als Kaufgelegenheit. Es bestünden immer größere Risiken, dass die Fed ihre Zinserhöhungspläne reduzieren müsste, da das Gehaltswachstum und die Inflation weiterhin gering seien. Auch eine Reihe zuletzt mittelprächtiger Wirtschaftsdaten würde eine dritte Zinserhöhung dieses Jahr nicht stützen.

Im Moment scheinen die Märkte eine Zinserhöhung in der kommenden Woche als ausgemachte Sache anzusehen. Man schaut allerdings bereits darüber hinaus und sucht nach Hinweisen darauf, ob es 2017 noch einen dritten und/oder sogar vierten Zinsschritt geben wird. Aktuell sehen die Märkte Kitco zufolge nur eine Chance von 50%, dass die Zinsen in den USA im Dezember ein drittes Mal angehoben werden.

Das allerdings könnte ein Risiko für Gold bergen, meinen Beobachter. Denn sollte die Fed den Leitzins trotz dieser niedrigen Erwartungen ein drittes Mal anheben, könnte das den Goldpreis belasten.


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